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LGBTI-Rechte - Diese Länder erlauben die Ehe für alle

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Während die Homo-Ehe in vielen europäischen Ländern erlaubt ist, steht im Jemen auf Homosexualität die Todesstrafe. Ein interaktiver Überblick über LGBTI-Rechte weltweit.

Ehe für alle
In 39 Ländern ist die Homo-Ehe erlaubt.
Quelle: ZDF

Am internationalen Tag gegen Homophobie gibt es für die LGBTI-Community gute Nachrichten: Taiwan erlaubt die gleichgeschlechtliche Ehe und der deutsche Bundesrat möchte Konversionstherapien verbieten, in denen Homosexuelle zu Heterosexuellen werden sollen. Doch in vielen UN-Mitgliedsstaaten der Welt ist Homo-, Trans-, Bi- oder Intersexualität weiterhin eine Straftat.

Im Großteil der afrikanischen und asiatischen Länder ist Homosexualität verboten. In Gambia und Kenia drohen 14 Jahre Haft, in Tansania und Uganda lebenslänglich und im Sudan sogar die Todesstrafe. Auch Saudi Arabien und Jemen bestrafen Homosexualität mit dem Tod. 20 Jahre Gefängnis drohen in Malaysia.

Solche Strafen gibt es in Europa nicht. Auch Süd- und Nordamerika sind, bis auf wenige Länder, tolerant gegenüber schwulen, lesbischen, bi-, inter- und transsexuellen Menschen. Hier geht es vor allem um Fragen der Gleichberechtigung. Etwa darum, ob gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen. 39 Länder lassen die Homo-Ehe weltweit zu, 157 nicht. In Asien ist Taiwan seit heute Vorreiter, das es das erste asiatische Land ist, das die Homo-Ehe erlaubt. Auch in Afrika existiert bis jetzt nur ein Land, das der LGBTI-Szene ein "Ja, ich will" gibt: Südafrika.

Ein weiterer Streitpunkt ist das Adoptionsrecht. Chile, Ecuador, Mexiko und Taiwan erlauben zwar eine Ehe, Kinder dürfen aber nicht von Homosexuellen adoptiert werden. Auch in Europa wird dieses Recht nicht überall eingeräumt. Griechenland, Zypern, Tschechien, Kroatien und Italien gehen nicht über die Heirat gleichgeschlechtlicher Paare hinaus.

Die großen, rechtlichen Zugeständnisse, wie Heirat und Adoption, seien zwar fundamental für die Gleichberechtigung. "Trans- und Intergeschlechtlichkeit werden jedoch weiterhin pathologisiert", sagt Axel Hochrein, Mitglied im Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes. Im sogenannten Rainbow-Index für Europa belegt Deutschland den 15. von 49 Plätzen. Damit ist es, nach Angaben des Deutschen Lesben- und Schwulenverbandes, trotz Homo-Ehe und Adoptionsrecht im Ranking zurückgefallen.

Das liegt vor allem daran, dass in Deutschland Rechte für gleichgeschlechtliche Familien fehlen und Anti-Diskriminierungsgesetze im Bildungs- Gesundheits- und Arbeitswesen von den Machern des Index als nicht ausreichend angesehen werden.

Schwul, lesbisch oder queer zu leben ist in Kenia, wie in anderen Ländern Afrikas, noch immer noch gesetzlich verboten. Wie Aktivisten gegen überholte Gesetze kämpfen.

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