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Linda Teuteberg soll FDP in Schwung bringen

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Neue Generalsekretärin - Linda Teuteberg soll FDP in Schwung bringen

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Mit 92,8 Prozent ist Linda Teuteberg vom FDP-Parteitag zur neuen Generalsekretärin gewählt worden. Sie löst Nicola Beer ab, die Spitzenkandidatin der Europawahl.

Linda Teuteberg (FDP) wird Generalsekretärin, am 26.04.2019 in Bonn
Linda Teuteberg (FDP) wird Generalsekretärin.
Quelle: Reuters

"Weder Makel noch Verdienst" - das sagt Linda Teuteberg über ihre Eigenschaften als Frau und Ostdeutsche. Hervorstechend sind sie dennoch in einer überwiegend männlichen, überwiegend westdeutschen Partei wie der FDP. Nun ist die gerade 38 Jahre alt gewordene Juristin Generalsekretärin der Liberalen geworden. Zuvor waren Parteichef Christian Lindner und seine Stellvertreter gewählt worden.

Migrationspolitische Sprecherin

Teuteberg, 1981 in Königs Wusterhausen geboren, sitzt seit dem Wiedereinzug der FDP 2017 im Bundestag. Sie ist bislang migrationspolitische Sprecherin ihrer Fraktion und Obfrau im Innenausschuss. Von 2009 bis 2014 war sie Abgeordnete im brandenburgischen Landtag, sie ist Vizevorsitzende der Landes-FDP. Auch im Bundesvorstand der Liberalen ist Teuteberg bereits Mitglied als Beisitzerin.

Bei der Neubesetzung des Generalsekretärspostens hatten viele eher mit Johannes Vogel gerechnet - einem Vertrauten von Parteichef Christian Lindner, der den Posten in der NRW-FDP innehat und Erfahrung als Wahlkampforganisator besitzt. Die Wahl sei letztlich auf Teuteberg gefallen, weil sie die "beste Konstellation und die größte Verstärkung" für die FDP-Bundesspitze verkörpere, sagt Lindner.

Dahinter dürfte zum einen die Hoffnung stehen, mehr Frauen für die Partei zu werben, wo deren Anteil nur bei etwas über 20 Prozent liegt. Zudem sind dieses Jahr drei Landtagswahlen in ostdeutschen Ländern zu bewältigen.

FDP will in ostdeutsche Landtage

In Teutebergs Heimat Brandenburg, in Sachsen und in Thüringen hofft die FDP auf ein Überspringen der Fünf-Prozent-Hürde, was ihr bei den vorherigen Wahlen jeweils misslang.

Teuteberg vertritt ihre Herkunft durchaus selbstbewusst. In den sozialen Medien markiert sie Äußerungen über sich selbst oft mit dem Hashtag "#Brandenburgerin". Dort zeigt sie auch wenig Berührungsängste mit der politischen Konkurrenz und hebt immer mal wieder Beiträge von Politikern anderer Parteien lobend hervor.

Neben ihren politischen Ämtern engagiert sich die Rechtsanwältin bei verschiedenen Organisationen für Demokratie und gegen Extremismus sowie für die Aufarbeitung von Verbrechen in der NS-Zeit und der DDR. Sie ist verheiratet und war zeitweilig im Bundesbildungsministerium angestellt.

Seit 2000 in der FDP

Teuteberg, die sich zuletzt als Innenpolitikerin profilieren konnte, schloss sich im Jahr 2000 der FDP an. Sie sagte bei ihrer Bewerbungsrede: "In die FDP einzutreten war damals im Osten Brandenburgs keine Massenbewegung." Aber es sei eine ihrer besten Entscheidungen gewesen.

Vor der neuen Aufgabe als Generalsekretärin habe sie Respekt, sagte Teuteberg - und scheute sich auch nicht zuzugeben, dass sie zu bestimmten Themen wie etwa dem Klimaschutz noch keine eigene Position hat. Sie kündigte an, "noch breiter liberale Antworten" auf Zukunftsfragen wie Demografie und Digitalisierung zu entwickeln.

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