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Trump äußert sich zu Irans Angriff auf US-Stützpunkte

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US-Präsident - Trump äußert sich zu Irans Angriff auf US-Stützpunkte

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Nach dem iranischen Angriffen auf US-Stützpunkte im Irak äußert sich US-Präsident Donald Trump. Verfolgen Sie die Erklärung hier live.

In einer ersten Reaktion auf die Raketenangriffe hatte sich Trump in der Nacht auf Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter äußert zurückhaltend geäußert. "Alles ist gut", schrieb der Präsident mit Blick auf die Prüfungen hinsichtlich möglicher Opfer und Schäden. Trump erklärte zwar, die USA hätten "die stärksten und am besten ausgestatteten Streitkräfte" der Welt; eine direkte Drohung mit Gegenangriffen auf den Iran sprach der US-Präsident aber nicht aus.

Iran: Angriff Vergeltung für Soleimani

Der Iran hatte mit Raketenangriffen auf US-Militärstützpunkte im Irak auf die gezielte Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani durch die USA in der Nähe von Bagdad reagiert. Bei den Attacken in Ain al-Assad im Westirak sowie im nordirakischen Erbil kamen nach bisherigen Angaben aus Washington keine US-Militärangehörige zu Schaden. Auch Deutschland, Dänemark, Norwegen und Polen teilten mit, keine ihrer Soldaten seien zu Schaden gekommen.

Die Raketenangriffe im Irak seien ein "Schlag ins Gesicht" der USA, sagte das religiöse und politische Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei. Die US-Truppen müssten die Region verlassen. "Die USA sind der Feind des Iran." Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, sie hätten die Raketen aus Rache für den Tod von General Soleimani abgefeuert.

Die US-Luftfahrtbehörde sperrte für amerikanische Fluggesellschaften den Luftraum über dem Irak, dem Iran, dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Lufthansa strich die Verbindung zwischen Frankfurt und Teheran am Mittwoch. Auch der nächste, für Samstag vorgesehene Flug nach Erbil im Irak fällt aus. Die Furcht vor einer weiteren Eskalation des Konflikts belastete die Aktienmärkte in Fernost und Europa. Der Ölpreis legte kräftig zu.

Die USA hatten den General vergangenen Freitag mit einem gezielten Drohnenangriff in Bagdad getötet. Soleimani wurde im Iran als Nationalheld verehrt. Quer durch den Nahen Osten, darunter auch im Irak, hatte er ein Netzwerk irantreuer Milizen aufgebaut. Für viele westliche Regierungen galt der Kommandeur der Al-Kuds-Brigaden als einer der gefährlichsten Strippenzieher zahlreicher Anschläge. Nach Angaben der US-Regierung plante er weitere Angriffe auf US-Ziele.

Iran feiert Angriff auf US-Stützpunkte

Im iranischen Staatsfernsehen wurden die Raketenangriffe als großer Erfolg dargestellt: "Mindestens 80 terroristische US-Soldaten" seien getötet und Hubschrauber, Drohnen und andere Militärausrüstung in Ain al-Assad beschädigt worden.  Belege dafür lieferte der Sender nicht. Ein Pentagon-Sprecher sagte, man arbeite an ersten Schadenseinschätzungen. "Während wir die Lage und unsere Reaktion abschätzen, werden wir alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um US-Personal, Partner und Verbündete in der Region zu schützen." Trump sei informiert worden und verfolge die Entwicklung. Außenminister Mike Pompeo und Verteidigungsminister Mark Esper kamen zu Beratungen ins Weiße Haus.

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