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Flüchtlinge dürfen in Lampedusa an Land

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Lösung für "Ocean Viking" - Flüchtlinge dürfen in Lampedusa an Land

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Lösung für die Migranten auf der "Ocean Viking": Sie dürfen das Rettungsschiff auf der italienischen Insel Lampedusa verlassen.

Migranten an Bord der "Ocean Viking"
Hoffnung für die Flüchtlinge an Bord der "Ocean Viking"
Quelle: dpa

Die 82 Migranten auf dem Rettungsschiff "Ocean Viking" im Mittelmeer dürfen in Italien an Land. Das Schiff habe die Anweisung erhalten, die Insel Lampedusa anzusteuern, schrieb die Hilfsorganisation SOS Mediterranee auf Twitter.

Das Schiff hatte am vergangenen Sonntag zunächst 50 Menschen gerettet. Danach übernahm es weitere 34 Bootsflüchtlinge, die die Organisation Resqship zuvor aus Seenot gerettet hatte. Nur zwei Menschen, eine hochschwangere Frau und ihr Mann, durften bisher von Bord - sie wurden nach Malta gebracht.

"Europäisches Ad-hoc-Abkommen"

Das Rettungsschiff "Ocean Viking". Archivbild
Die "Ocean Viking". Archivbild
Quelle: Anthony Jean/SOS Mediterranee/dpa

UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi begrüßte die jüngste Entwicklung. "Hoffentlich ist dies ein weiterer Schritt hin zu einem dringend benötigten, berechenbaren Ausschiffungsabkommen, das von einer Anzahl europäischer Länder unterstützt wird", schrieb Grandi auf Twitter.

Der französische Innenminister Christophe Castaner schrieb, für die "Ocean Viking" sei ein "europäisches Ad-hoc-Abkommen" zwischen Italien, Frankreich, Deutschland, Portugal und Luxemburg getroffen worden.

Seehofer will jeden vierten Geretteten aufnehmen

Italiens neue Regierung will ein System zur automatischen Verteilung von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer auf andere EU-Staaten aushandeln. Die Bundesregierung ist nach Angaben von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bereit, jeden vierten nach einer Seenotrettung in Italien anlandenden Flüchtling nach Deutschland einreisen zu lassen.

"Ich habe immer gesagt, unsere Migrationspolitik ist auch human. Wir werden niemanden ertrinken lassen", sagte Seehofer der "Süddeutschen Zeitung". Am 23. September treffen sich mehrere EU-Innenminister in Malta, um über das Thema zu beraten.

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