Sie sind hier:

Verteilung auf mehrere EU-Länder - "Ocean Viking"-Migranten an Land gebracht

Datum:

Nach fast zwei Wochen auf dem Mittelmeer können die 356 Flüchtlinge auf der "Ocean Viking" aufatmen: Sie wurden mit Hilfe der maltesischen Streitkräfte an Land gebracht.

Norwegisches Rettungsschiff Ocean Viking
Norwegisches Rettungsschiff "Ocean Viking"
Quelle: dpa

SOS Mediterranee teilte auf Twitter ein Video, wie Migranten in Rettungswesten auf ein Schnellboot umstiegen, das dann in Richtung eines Militärschiffes fuhr. Damit ging für die Flüchtlinge eine fast zweiwöchige Odysse zu Ende: Die "Ocean Viking" wartete seit zwei Wochen zwischen Italien und Malta auf einen sicheren Hafen.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

"Nach 14 unnötigen Tagen des Leids können die 356 Geretteten an Bord der 'Ocean Viking' in Malta an Land", twitterte Ärzte ohne Grenzen Italien.

Malta werde die Menschen erst einmal aufnehmen, bevor alle auf andere EU-Staaten verteilt werden, twitterte Maltas Regierungschef Joseph Muscat. Die Migranten sollten auf Frankreich, Deutschland, Irland, Luxemburg, Portugal und Rumänien verteilt werden. "Keiner wird in Malta bleiben", betonte Muscat. 

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Das Schiff der Hilfsorganisationen SOS Mediterranee und Ärzte ohne Grenzen hatte die Menschen vor zwei Wochen vor der Küste Libyens gerettet. Am Freitagnachmittag befand sich das Schiff zwischen der kleinen italienischen Insel Linosa und Malta.

Angst an Bord

Zuletzt hatte die Besatzung Alarm geschlagen, dass die Essensvorräte zu Ende gingen. Die Lage an Bord sei beherrschbar, doch die Passagiere hätten zunehmend Angst, dass sie nach Libyen zurück gebracht würden, wo viele gefoltert und eingesperrt worden seien, berichtete Jay Berger, Projektkoordinator von Ärzte ohne Grenzen an Bord des Schiffs, am Donnerstag per Satellitentelefon.

Bislang hat es keine Spannungen oder medizinischen Notfälle gegeben, wie sie sich auf dem spanischen Rettungsschiff "Open Arms" ereignet hatten, das am Dienstagabend auf der italienischen Insel Lampedusa anlegte.

Ärzte ohne Grenzen: "Unnötiges Leiden" zu Ende

Das "unnötige Leiden" habe nun ein Ende, erklärte Ärzte ohne Grenzen nach Bekanntwerden der Lösung. "Während einige EU-Staaten endlich mit Menschlichkeit auf diese humanitäre Katastrophe im Mittelmeer antworten, braucht es nun einen vorhersehbaren Verteilmechanismus."

Zu der jetzigen Lösung sei man nach Gesprächen mit der EU-Kommission, Deutschland und Frankreich gelangt, hieß es in einer Mitteilung der Regierung in Valletta. Die Migranten würden nun auf Militärschiffe umsteigen und dann an Land gebracht.

Immer wieder waren Rettungsschiffe von Hilfsorganisationen teils wochenlang auf dem Meer blockiert. Die scheidende populistische Regierung in Italien und vor allem der rechte Innenminister Matteo Salvini hatte die Häfen des Landes weitgehend für die Schiffe geschlossen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.