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Lübecker Günter-Grass-Haus - Virtuell durch die "Blechtrommel" spazieren

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Einmal durch die Welt eines Roman-Klassikers flanieren - in Lübeck wird dieser Traum real. VR-Technik ermöglicht den Rundgang durch "Die Blechtrommel" von Günter Grass.

Bildmaterial zur Virtual Reality Anwendung „Inside Blechtrommel“
So sehen die Besucher mit VR-Brille die Heilanstalt, in der Oskar Matzerath lebte.
Quelle: NMY Mixed-Reality Communication GmbH

Mit einem virtuellen Rundgang durch den Jahrhundertroman "Die Blechtrommel" betritt das Lübecker Günter-Grass-Haus Neuland in der Literaturvermittlung. Mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille (VR) erleben die Besucher den Sturz des Romanhelden Oskar Matzerath in den heimischen Keller und sein späteres Leben in der Heil- und Pflegeanstalt. Eine solche Technik sei für ein Literaturmuseum weltweit Neuland, sagte Museumsleiter Jörg-Philipp Thomsa am Freitag bei der Präsentation.

Lübecks Bürgermeister testet als Erster

Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) testete bei der Präsentation als erster die neue Technologie. Mit einer VR-Brille konnte er ein Radio mit Kriegsberichterstattung anschalten, Brausepulver mixen und die Kerzen einer Geburtstagstorte ausblasen. Sein hörbarer Schrei führte auch dazu, dass - wie im Roman - eine Glühbirne zersplitterte.

Bildmaterial zur Virtual Reality Anwendung „Inside Blechtrommel“
Für die Besucher ist der Rundgang auch eine Zeitreise.
Quelle: NMY Mixed-Reality Communication GmbH

Es sei ein "sensationelles Gefühl", sagte Lindenau nach dem Rundgang sichtlich begeistert. Sich ein beklemmendes Gefühl vorzustellen, sei etwas anderes, als es selbst zu erleben. "Man ist in einer anderen Welt." Es habe ihn zudem motiviert, den Roman noch einmal zu lesen.

Man ist in einer anderen Welt.
Jan Lindenau (SPD), Bürgermeister von Lübeck

Umbau für 220.000 Euro

Der neue VR-Rundgang ist eingebettet in eine Ausstellung über 60 Jahre "Blechtrommel". Vier Brillen stehen zur Verfügung, allerdings kann jeweils nur ein Museumsbesucher die zehnminütige VR-Tour besuchen. 220.000 Euro hat die neue Ausstellung gekostet. 90 Prozent davon finanzierte die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien.

Das neue Projekt sei aber keine "Gaming Show", betonte Thomsa. Genutzt werde eine neue Art der Darstellung, die über Videos, Texte und Bilder nicht erreicht werden könne. Oberstes Ziel der Ausstellung bleibe es, den Roman in die Hand zu nehmen und ihn zu lesen.

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