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Luftfahrt-Gipfel in Hamburg - Maßnahmen-Paket gegen das Flugchaos

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Mehr Lotsen, raschere Kontrollen, "Autobahnen der Lüfte": Beim Luftfahrt-Gipfel haben Wirtschaft und Politik Maßnahmen beschlossen, um Verspätungen und Flugausfälle zu verringern.

14.000 Flüge sind dieses Jahr bereits ausgefallen - doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum 2017. Beim Luftfahrtgipfel in Hamburg wurde ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht.

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Eine Situation wie in diesem Sommer dürfe sich nicht wiederholen, betonte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). "Ich werde es nicht akzeptieren, dass es nochmals zu einer derartigen Anhäufung von technischen Problemen, Verspätungen und Abfertigungsproblemen kommt."

In diesem Jahr und besonders in der Hauptreisezeit im Sommer mussten die Fluggesellschaften wegen Sicherheitspannen, Streiks und Personalmangels Hunderte Flüge streichen. Viele Maschinen starteten und landeten mit Verspätungen. Die Zahl der betroffenen Passagiere war deutlich höher als im Vorjahr. Dazu kommen langfristige Probleme wie steigende Fluggastzahlen insgesamt und Extrem-Wetterlagen, wie Scheuer in Hamburg sagte.

Zahlreiche Maßnahmen vereinbart

Der Luftfahrt-Gipfel habe daher insgesamt 25 Maßnahmen vereinbart. "Wir können Luftverkehr, und das wollen wir unter Beweis stellen", sagte der Minister. Teilnehmer waren neben Scheuer etwa Lufthansa-Chef Carsten Spohr, der Chef der Deutschen Flugsicherung, Klaus-Dieter Scheurle, sowie der Chef der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens, Stefan Schulte.

Die Flughäfen sollen laut Abschlusserklärung mehr Flächen für Sicherheitskontrollen bereitstellen und das Personal dafür in Spitzenzeiten verstärken. Sie sollen die "Zuführung der Fluggäste zu allen Kontrollstellen" optimieren, hieß es.

Airlines sollen besser planen

Die Airlines sollen vor allem ihre Planung verbessern und die Maschinen vorausschauend warten. Sie sollen die Möglichkeit mehr nutzen, unbeabsichtigt unbegleitetes Gepäck nicht zu entladen, um das ganze Entladen zu beschleunigen. Vor allem sollen sie die Passagiere frühzeitig und umfassend über Ausfälle und Verspätungen informieren. Informationen zu Beschwerden, Entschädigung und Schlichtung sollen die Fluggäste übersichtlich online finden können.

Überblick: So sollen Flüge wieder pünktlich werden

Bund und Länder wollen laut Abschlusserklärung außerdem dafür sorgen, dass mehr Fluglotsen ausgebildet werden und diejenigen, die in der Flugsicherung arbeiten, von Sonderaufgaben entlastet werden. Sie sollen zudem freiwillige Überstunden machen. Die Maschinen sollen stärker als bislang wieder nach Plan fliegen, um das Personal nicht durch eine Reihe von nicht planbaren Einzelfreigaben zu überlasten.

Luftverkehr stärker bündeln

Für einen nicht näher definierten Übergangszeitraum sollen Flugzeuge auch niedrigere Flughöhen nutzen dürfen. Insgesamt soll der Luftverkehr stärker gebündelt und standardisiert werden - "die Verkehrsströme werden somit gleichsam auf "Autobahnen der Lüfte gelenkt", heißt es in der Abschlusserklärung. Der Bund verspricht zudem, sich für eine bessere europäische Zusammenarbeit einzusetzen.

Eingeladen zu dem Gipfel hatte Hamburg, das derzeit den Vorsitz der Verkehrsministerkonferenz hat. Der Regierende Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagte nach dem Treffen, es werde nicht so sein, "dass wir ab morgen keine Verspätungen mehr haben". Das Ziel, Verspätungen und Ausfälle zu verringern, könne aber gemeinsam erreicht werden.

Scheuer kündigte ein Folgetreffen vor dem Sommerflugplan im März kommenden Jahres an. So solle auch das "Monitoring" verbessert werden - "wir wollen immer wieder nachfragen, wo es hakt, und wo es Verbesserungen gibt".

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