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Schlichtung: Erstmal keine weiteren Streiks

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Lufthansa und Ufo einigen sich - Schlichtung: Erstmal keine weiteren Streiks

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Im Tarifkonflikt um die Flugbegleiter bei der Lufthansa wird es vorerst keine neuen Streiks geben. Die Gewerkschaft Ufo und Lufthansa haben sich auf eine Schlichtung geeinigt.

Ein Flugzeug startet am Flughafen Frankfurt, aufgenommen am 05.10.2015
Ein Flugzeug startet am Flughafen Frankfurt (Archivbild).
Quelle: dpa

Kunden der Lufthansa können aufatmen: Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo und die Airline haben ihre Streitigkeiten beigelegt. In den am Wochenende begonnenen Gesprächen sei eine "weitreichende und umfassende Lösung" gefunden worden, teilte Ufo am Dienstag in Möhrfelden-Walldorf mit. Streiks der Flugbegleiter bei der Lufthansa sind damit "bis auf Weiteres" ausgeschlossen, wie das Unternehmen erklärte.

Schlichtung bei Tarifthemen

Beide Seiten einigten sich den Angaben zufolge auf eine Schlichtung bei Tarifthemen und werden nun jeweils einen Schlichter benennen. Gegenstand würden unter anderem die von Ufo verlangten höheren Spesen und Zulagen sein, teilte die Lufthansa mit. Vorab seien zudem "einige Punkte" bereits geklärt worden - so gebe es besondere Zahlungen an Einsteiger und fluguntaugliche Kollegen erhielten wieder den Betriebsrentnerstatus, erklärte die Gewerkschaft. Details werden auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am Donnerstag bekannt gegeben, wahrscheinlich auch die Namen der Schlichter.

Da es nicht nur rein tarifvertragliche Probleme gebe, sei für "andere Punkte" ein paralleler, moderierter Verhandlungsprozess vereinbart worden, erklärten Ufo und Lufthansa weiter. Hier gehe es etwa um einen Mitarbeiterfonds, teilte Ufo mit. Die Konkurrenzgewerkschaft Verdi könne sich in den Schlichtungs- und Moderationsprozess einbringen, erklärte die Lufthansa. Die Tarifstreitigkeiten zwischen Ufo und den Lufthansa-Töchtern Eurowings, Germanwings, SunExpress und CityLine seien zwar nicht Teil der Schlichtung, führte die Gewerkschaft weiter aus. Aber auch dort würden Forderungen von Ufo nun "ad hoc" umgesetzt und zu weiteren Themen Tarifverhandlungen aufgenommen.

Tief zerstritten

Unternehmen und Gewerkschaft waren tief zerstritten: Die Lufthansa zweifelte die Vertretungsbefugnis der Gewerkschaft nach Querelen im Ufo-Vorstand an und sah die "Gewerkschaftseigenschaft" ungeklärt. Ufo organisierte am vergangenen Donnerstag und Freitag einen 48-stündigen Streik, auch um die Airline an den Verhandlungstisch zu bringen. Das Unternehmen musste 1.500 Flüge streichen, 200.000 Passagiere waren betroffen.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte vergeblich versucht, den Streik gerichtlich verbieten zu lassen. Am ersten Streiktag bot er Gespräche über eine Schlichtung an. Lufthansa-Personalchefin Bettina Volkens erklärte, die vertraulichen Gespräche mit Ufo hätten gezeigt, "dass wir gemeinsam zu einer Lösung kommen können". Der Konzern kehre "mit Ufo als Gewerkschaft an den Verhandlungstisch zurück".

Die Gewerkschaft Verdi teilte am Dienstag mit, in den am Montag gestarteten Verhandlungen für die rund 3.500 Saisonalen Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter (SMK) sei eine "kurzfristige Lösung" erzielt worden: Die SMK erhalten demnach rückwirkend zum 1. November eine Winterzulage von 400 Euro im Monat bei einer vertraglich vereinbarten Winterarbeitszeit von November bis Februar. Die SMK sind demnach ausschließlich an den Flughäfen Frankfurt und München stationiert.

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