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Maas in der Türkei - Berlin und Ankara nähern sich an

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Außenminister Maas ist auf Antrittsbesuch in der Türkei. Ziel ist eine Normalisierung des schwer angeschlagenen Verhältnisses.

Außenminister Maas (l) und sein türkischer Amtskollege Cavusoglu.
Außenminister Maas (l) und sein türkischer Amtskollege Cavusoglu. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

Deutschland und die Türkei wollen nach vielen Monaten des erbitterten Streits wieder auf eine Normalisierung ihrer Beziehungen zusteuern. Die Außenministerminister Heiko Maas und Mevlüt Cavusoglu bekannten sich nach Gesprächen in Ankara zu einer konstruktiven Zusammenarbeit. "Wir wollen unsere Beziehungen zur Türkei wieder verbessern", sagte Maas.

Die deutsch-türkischen Beziehungen waren unter anderem wegen der Verhaftungen Deutscher unter Terrorverdacht lange Zeit extrem schwer belastet.

Cavusoglu: Kein Feilschen

Maas hatte immer wieder auf eine Freilassung der deutschen politischen Häftlinge gedrungen. "Diese Fälle müssen gelöst werden", sagte er erst vergangene Woche. Bei der Pressekonferenz mit Cavusoglu wich er der Frage allerdings aus, ob es sich bei der Freilassung um eine Voraussetzung für die Normalisierung handele. Er sagte lediglich, dass er mit Cavusoglu über die Fälle gesprochen habe. "Wir haben vereinbart, dass wir darüber weiter in Kontakt bleiben. Und das wird auch sinnvoll und notwendig sein."

Cavusoglu erklärte, Ankara akzeptiere keine Bedingungen für einen Annäherungsprozess. "Bei der Normalisierung kann es keine Bedingungen und auch kein Feilschen geben". Er rief dazu auf, in die Zukundt zu schauen: "Wir haben Sachen erlebt, von denen wir wollten sie wären nie passiert. Aber wir wollen nicht in diese Tage zurückkehren." Man wolle die Beziehungen nicht nur normalisieren, sondern noch weiter verbessern.

Unter den wichtigsten Themen des Maas-Besuchs war eins, bei dem beide Seiten an einem Strang ziehen: die drohende humanitäre Katastrophe bei einer Offensive gegen Idlib, die letzte Rebellenhochburg in Syrien. Deutschland werde "alles dafür tun", um die, "die sich um eine politische Lösung in Syrien bemühen, dabei zu unterstützen, den Angriff auf Idlib und die drohende humanitäre Katastrophe zu verhindern", sagte Maas.

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