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Machtkampf in Venezuela - Konfliktparteien verhandeln wieder

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Der Machtkampf in Venezuela ist nicht entschieden, Regierung und Opposition stehen sich unversöhnlich gegenüber. Nun gibt es einen neuen Vermittlungsversuch.

In Venezuela will der selbsternannte Übergangspräsident Guaidó wieder mit der Maduro-Regierung verhandeln. Dazu ist diese Woche ein Treffen auf der Insel Barbados geplant.

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In der Venezuela-Krise wollen Vertreter der Opposition und der Regierung von Staatschef Nicolás Maduro diese Woche den unterbrochenen Dialog wieder aufnehmen. Oppositionsführer Juan Guaidó erklärte, bei einem Treffen auf der Karibikinsel Barbados solle über einen "Ausweg aus der Diktatur" gesprochen werden. Ziel seien ein Abgang Maduros, die Bildung einer Übergangsregierung und freie Wahlen unter internationaler Beobachtung.

Das norwegische Außenministerium, das als Vermittler agiert, erklärte, die beide Konfliktparteien würden sich "diese Woche" auf Barbados treffen, um bei der Suche nach einer verfassungskonformen Verhandlungslösung voranzukommen. Venezuelas Kommunikationsminister Jorge Rodríguez verbreitete die norwegische Erklärung im Kurzbotschaftendienst Twitter und bestätigte damit indirekt das geplante Treffen.

Norweger als Vermittler

Norwegen war im Mai Gastgeber von ersten Verhandlungen zwischen Vertretern der venezolanischen Regierung und der Opposition. Die Gespräche gingen aber ohne greifbares Ergebnis zu Ende. Nach dem Tod eines wegen angeblicher Putschpläne inhaftierten Marineoffiziers Ende Juni schloss Guaidó dann weitere Gespräche mit der Regierung aus.

Nach seinen Angaben war der Korvettenkapitän Rafael Acosta Arévalo "brutal gefoltert" worden, bevor er starb. Maduro erklärte dagegen Ende Juni, der Dialog würde "fortgesetzt". Vergangene Woche stellte er am venezolanischen Unabhängigkeitstag "gute Nachrichten" über die Verhandlungen in Aussicht. Allerdings werfen Teile der Opposition dem Linksnationalisten vor, mit dem Dialog nur Zeit gewinnen zu wollen.

Machtkampf seit Monaten

Maduro und Guaidó liefern sich seit Monaten einen erbitterten Machtkampf in dem südamerikanischen Krisenstaat. Parlamentspräsident Guaidó ernannte sich im Januar selbst zum Übergangspräsidenten des Landes. Er wird von mehr als 50 Staaten anerkannt, unter ihnen Deutschland und die USA. Maduro hat dagegen den Rückhalt von Ländern wie Russland - und weiß die venezolanische Militärführung hinter sich. Neben der politischen Krise leidet Venezuela auch unter eine beispiellosen wirtschaftlichen Krise. Es fehlt an Lebensmitteln und Medikamenten, immer wieder kommt es zu Stromausfällen.

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