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Putin bei Frankreichs Präsident - Macron dringt auf Ukraine-Lösung

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Kurz vor dem G7-Gipfel in Biarritz empfängt Emmanuel Macron Kremlchef Putin. Der französische Präsident dringt dabei auf eine baldige Lösung im Ukraine-Konflikt.

Wladimir Putin und Emmanuel Macron
Wladimir Putin und Emmanuel Macron kommen im südfranzösischen Fort Brégançon zusammen.
Quelle: AP

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat beim Besuch von Kremlchef Wladimir Putin zur Lösung der Ukraine-Krise ein Gipfeltreffen im sogenannten Normandie-Format in den "nächsten Wochen" gefordert. Das sei sein Wunsch, sagte Macron am Montag in der Mittelmeerresidenz Fort Brégançon an der Riviera. Seit der Wahl von Wolodymyr Selenskyj zum ukrainischen Präsidenten gebe es eine "echte Veränderung" der Situation.

Seit 2014 versuchen unter anderem Deutschland und Frankreich in dem Konflikt zwischen Kiew und den pro-russischen Separtisten zu vermitteln. Die Vierer-Runde wurde nach dem Ort des ersten Treffens in Frankreich Normandie-Format genannt. Zuletzt hab es ein solches Treffen 2016 in Berlin.

Große Hoffnungen ruhen auf Ukraines Präsident Selenskyj

Auch Putin betonte, dass mit Selenskyj wieder Bewegung in den eingefrorenen Friedensplan kommen könnte. "Wir müssen das diskutieren. Es gibt hier einige Dinge, die einen gewissen vorsichtigen Optimismus wecken."

Russland befüworte nach den Worten Putins das Normandie-Format. Ein weiteres Treffen solle aber nur stattfinden, wenn konkrete Ergebnisse erreicht werden könnten. "Meiner Meinung nach gibt es keine Alternative zum Normandie-Format. Deshalb werden wir es natürlich unterstützen."

Putin schließt Rückkehr zu G8 nicht aus

Zudem schließt der Kremlchef eine Rückkehr seines Landes in die Gruppe der führenden Industrienationen (G8) nicht aus. Russland habe nichts gegen eine Mitarbeit. "Bitteschön, wir erwarten unsere Partner jederzeit als Gäste", so Putin gegenüber Macron.

Kurz nach Beginn der Ukraine-Krise 2014 hatten Deutschland, die USA und die anderen Mitglieder der Runde Putins Einladung zum G8-Gipfel nach Sotschi abgelehnt. Russland tat daraufhin den Gipfel als unwichtig ab. Seitdem tagen Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada, die USA und Japan als G7-Gruppe ohne Russland.

Uneinigkeit bei Syrien-Konflikt

Differenzen zwischen den beiden Staatschefs traten erneut bei der Bewertung der Lage in Syrien zutage. "Tief besorgt" äußerte sich Macron dagegen über die Lage in Syrien. Er appellierte an Putin, Druck auf den verbündeten syrischen Machthaber Baschar al-Assad auszuüben, die Bombardements in der Provinz Idlib zu beenden. Der vereinbarte Waffenstillstand müsse umgesetzt werden, betonte Macron.

Der russische Präsident verteidigte zudem das harte Vorgehen gegen Demonstranten in Moskau, die seit Mitte Juli gegen den Ausschluss mehrerer Oppositionspolitiker von der Kommunalwahl am 8. September protestierten. Putin betonte, er wolle "keine Situation wie bei den 'Gelbwesten'"-Protesten in Frankreich, an deren Rande es seit dem Herbst zu massiven Ausschreitungen gekommen war.

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