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Macron wirbt für Gespräche zwischen Iran und USA

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Atomstreit - Macron wirbt für Gespräche zwischen Iran und USA

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Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich für direkte Gespräche zwischen dem Iran und den USA ausgesprochen. Die Bedingungen seien erfüllt - der Iran sieht das anders.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor den UN.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor den UN.
Quelle: Richard Drew/AP/dpa

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich für direkte Gespräche zwischen dem Iran und den USA ausgesprochen. "Ich glaube, dass die Bedingungen für eine schnelle Rückkehr zu Verhandlungen geschaffen wurden", sagte Macron nach getrennten Treffen mit seinem iranischen Kollegen Hassan Ruhani und US-Präsident Donald Trump am Dienstag.

Wir müssen am Rand des Schwimmbeckens stehen und gleichzeitig springen.
Boris Johnson, Premierminister

Es gebe eine gemeinsame Absicht voranzukommen und nicht nur die Rahmenbedingungen für eine Deeskalation festzulegen. "Es geht um eine langfristige politische Übereinkunft, aber es kommt auf den Willen beider Seiten an", so Macron weiter. Sollte Ruhani ohne ein Treffen mit Trump wieder abreisen, so sei dies eine "vertane Chance". Der britische Premierminister Boris Johnson teilte Macrons Auffassung, dass ein einheitliches Vorgehen im Atomkonflikt verfolgt werden müsse: "Ich stimme Emmanuel zu. Wir müssen am Rand des Schwimmbeckens stehen und gleichzeitig springen."

Merkel weist iranische Forderungen zurück

Macron und Johnson stützten damit die Position Angela Merkels. Die Bundeskanzlerin hatte zuvor im Atomstreit für direkte Gespräche zwischen den USA und Iran geworben. "Aber das wird sicher nicht so funktionieren, dass alle Sanktionen vorher vom Tisch genommen werden", wies sie iranische Forderungen zurück.

Die Regierung in Teheran hat direkte Gespräche ausgeschlossen, bis die USA wieder zum Atomabkommen von 2015 zurückkehren. Dafür müsste die US-Regierung ihre jüngsten Sanktionen zurücknehmen. "Wenn die US-Regierung bereit zu Gesprächen ist, muss sie die notwendigen Bedingungen dafür schaffen", sagt der iranische Präsident Hassan Ruhani. Trump erklärte dagegen am Dienstag, der Druck auf den Iran werde nur noch stärker werden.

Wie ZDF-Korrespondent Jörg Brase die gegenwärtige Lage einschätzt - im Video:

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