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McConnell greift Trumps Syrien-Kurs scharf an

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Mächtiger Republikaner - McConnell greift Trumps Syrien-Kurs scharf an

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Der Abzug von US-Soldaten aus Nordsyrien ist national wie international auf massive Kritik gestoßen. Nun ist eine gewichtige Stimme aus den Reihen der Republikaner hinzugekommen.

Mitch McConnell, Senat-Mehrheitsführer in den USA. Archiv
Mitch McConnell, Mehrheitsführer im US-Senat.
Quelle: J. Scott Applewhite/AP/dpa

Der republikanische Mehrheitsführer im US-Senat, Mitch McConnell, hat sich mit ungewohnt harschen Worten gegen den Syrien-Kurs von US-Präsident Trump gestellt. "US-Truppen aus Syrien abzuziehen, ist ein schwerer strategischer Fehler", schrieb er in der "Washington Post". Dies mache Amerika unsicherer, stärke die Feinde der USA und schwäche wichtige Partner.

Er rief dazu auf, eine Zahl von US-Soldaten in Syrien zu belassen und die Militärpräsenz im Irak und anderswo in der Region aufrechtzuerhalten.

Aus dem Kampf gegen den internationalen Terrorismus habe er in den vergangenen Jahren drei Lehren gezogen: Die Bedrohung verschwinde nicht einfach, eine Führungsrolle der USA sei hier alternativlos und Amerika führe diesen Kampf nicht alleine, sondern sei auf lokale Partner in der jeweiligen Region angewiesen. "Leider spiegeln die jüngsten Schritte der Regierung in Syrien diese wichtigen Lehren nicht", beklagte McConnell. "Die Kombination aus einem Rückzug der USA und den eskalierenden Feindseligkeiten zwischen Türken und Kurden schafft einen strategischen Alptraum für unser Land."

Massive Kritik an Trumps Syrien-Kurs

Er mahnte: "Selbst wenn die am Donnerstag verkündete Waffenruhe von fünf Tagen hält, haben die Geschehnisse der vergangenen Woche den Kampf der USA gegen den Islamischen Staat und andere Terroristen zurückgeworfen." Der Rückzug amerikanischer Truppen werde - wenn er nicht gestoppt werde - dem syrischen Machthaber Präsident Baschar al-Assad, dem Iran und Russland in die Hände spielen.

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Die Kampfpause in Nordsyrien sei ein "großartiger Tag für die Zivilisation", sagt US-Präsident Trump. Dabei profitiert vor allem einer von der Vereinbarung: Recep Tayyip Erdogan.

von Luc Walpot

"Amerikas Kriege sind nur dann 'endlos', wenn Amerika sich weigert, sie zu gewinnen", so McConnell. Trump verfolgt seit langem das Ziel, US-Truppen aus Auslandseinsätzen heimzuholen und die US-Beteiligung an "endlosen Kriegen" zu beenden. Mit dem Abzug amerikanischer Soldaten aus Nordsyrien hatte der Republikaner Anfang Oktober den Weg für eine Militäroffensive der Türkei gegen Kurdenmilizen in dem Gebiet freigemacht, was national wie international auf massive Kritik stieß.

Selbst enge Verbündete in der eigenen Partei, wie der republikanische Senator Lindsey Graham, liefen öffentlich Sturm gegen Trumps Kurs. Mit McConnell ist nun eine noch gewichtigere Stimme in den eigenen Reihen hinzugekommen.

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