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Russland-Affäre in USA - Trump: Von Fall Manafort nicht betroffen

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Verschwörung und Geldwäsche: Die US-Justiz hat Paul Manafort unter Hausarrest gestellt, den Ex-Wahlkampfchef von Präsident Donald Trump. Dieser sieht sich von dem Fall unberührt.

Der Fall Manafort: ZDF-Korrespondent Ulf Röller berichtet.

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Der ehemalige Wahlkampfleiter von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, ist unter Hausarrest gestellt worden. Manafort und sein ehemaliger Geschäftspartner Rick Gates sind wegen Verschwörung gegen die USA und Geldwäsche angeklagt. Manafort muss eine Kaution in Höhe von zehn Millionen Dollar hinterlegen, Gates, der als dessen Stellvertreter für Trumps Wahlkampfteam gearbeitet hatte, fünf Millionen.

Es sind die ersten offiziellen Vorwürfe, die sich aus der Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller zu möglichen Verbindungen zwischen Donald Trumps Präsidentschaftskampagne und Russland ergeben haben. Die beiden Männer stellten sich der Bundespolizei FBI. Manafort wies sämtliche Vorwürfe zurück. Bei einer öffentlichen Gerichtsanhörung am Montag in Washington plädierte er in allen Anklagepunkten auf nicht schuldig.

Trump indes sieht keinen Zusammenhang zwischen der Anklage gegen Manafort und seiner Wahlkampagne. Die Manafort vorgeworfenen Taten hätten viele Jahre vor dessen Arbeit für sein Team stattgefunden, twitterte Trump. Es gebe keinen geheimen Absprachen. Auch warf er der Frage auf, warum nicht seine frühere Gegenkandidatin Hillary Clinton und deren Demokratische Partei im Blickpunkt stünden.

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Geldwäsche und Offshore-Konten

Konkret wirft die Anklageschrift Manafort und Gates vor, Millionen von Dollar durch ausländische Firmen und Bankkonten transferiert zu haben. Sie umfasst zwölf Anklagepunkte, darunter Verschwörung zur Geldwäsche, Handeln als nicht registrierter ausländischer Agent und mehrere Vorwürfe, die damit zu tun haben, ausländische Bankkonten nicht den US-Behörden gemeldet zu haben. Die Anklage wirft den beiden vor, Geld über versteckte Bankkonten auf Zypern, St. Vincent und den Seychellen bewegt zu haben. Insgesamt sollen mehr als 75 Millionen Dollar durch Offshore-Konten geflossen sein. Manafort wird Geldwäsche von mehr als 18 Millionen Dollar zur Last gelegt.

Sonderermittler Mueller war im Mai beauftragt worden, die Untersuchung des US-Justizministeriums zu leiten, bei der es darum geht, ob der Kreml mit Mitarbeitern der Trump-Kampagne zusammenarbeitete, um die Präsidentschaftswahl 2016 zu beeinflussen. Die Ermittler haben sich auf Trump-Mitarbeiter wie Manafort und den ehemaligen nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn konzentriert. Manaforts Haus war im Juli von Agenten durchsucht worden, die es auf Steuer- und internationale Bankunterlagen abgesehen hatten. Flynn musste im Februar zurücktreten, nachdem das Weiße Haus ihm Irreführung bezüglich seiner Unterhaltungen mit dem russischen Botschafter in den USA vorgeworfen hatte.

Die US-Justiz erhebt Anklage gegen Paul Manafort, den ehemaligen Wahlkampfleiter von Präsident Trump.

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Manafort bestreitet Fehlverhalten

Die Anklage gegen Manafort indes bezieht sich nicht auf dessen Rolle in Trumps Wahlkampfteam, sondern auf seine Lobbyistentätigkeit für den früheren ukrainischen Staatschef Viktor Janukowitsch und dessen pro-russische Partei. Manaforts mutmaßlich vor dem Fiskus verborgene Millioneneinnahmen sollen aus dieser Tätigkeit stammen. Allerdings ist die Anklage das erste greifbare Ergebnis von Muellers Ermittlungen zur Russland-Affäre. Er ist befugt, jedem Verdacht nachzugehen, der im Verlaufe seiner Untersuchungen auftaucht.

Manafort selbst hatte zuvor jegliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit seiner Arbeit in der Ukraine bestritten. Vor kurzem registrierte er sich beim US-Justizministerium als ausländischer Agent wegen ukrainischer Arbeit, die in Washington erfolgte. Die Anmeldung kam rückwirkend, was ein Eingeständnis darstellte, dass er in Washington gegen das Bundestransparenzgesetz verstoßen hatte. Muellers Untersuchung reicht bis ins Weiße Haus, da er die Umstände der Entlassung des ehemaligen FBI-Direktors James Comey näher betrachtet. Ermittler haben umfassende Unterlagen vom Weißen Haus über zentrale Maßnahmen seit Trumps Amtsantritt beantragt.

Trump hatte sich am Wochenende in einer Reihe von Tweets über die Ermittlungen geäußert: Er sprach erneut von einer "Hexenjagd" und attackierte seine einstige demokratische Konkurrentin Hillary Clinton. "Alle diese 'russischen' Geschichten genau dann, wenn die Republikaner eine historische Senkung und Reform der Steuern in Angriff nehmen. Ist das ein Zufall? NEIN!", schrieb Trump. Den Vorwurf einer Zusammenarbeit mit Russland wies der US-Präsident erneut zurück.

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