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Mann quälte Sohn zu Tode - Drei Jahre Haft für Mutter von getötetem Baby

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Sein Leben dauerte nur 19 Tage, sein Sterben zog sich über Stunden. Vor fast fünf Jahren starb Baby Leo in Mönchengladbach. Nun wurde seine Mutter verurteilt.

Die angeklagte Mutter sitzt in einem Gerichtssaal im Landgericht.
Die angeklagte Mutter sitzt in einem Gerichtssaal im Landgericht.
Quelle: Maja Hitij/dpa

Die Mutter eines in Mönchengladbach ermordeten Babys ist zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Sie war nicht eingeschritten, als ihr Kind von ihrem damaligen Mann nachts stundenlang zu Tode gequält worden war.

Das Düsseldorfer Landgericht sprach die 29-Jährige unter anderem wegen Beihilfe zur Körperverletzung mit Todesfolge schuldig. Die Beihilfe habe sie durch Unterlassen begangen. Sie hätte die Tat mit "geringstmöglichem Aufwand" verhindern können, sagte der vorsitzende Richter.

"Sie hätte einfach aufstehen können, oder nur ihrem Mann zeigen müssen, dass sie wach ist." Sie habe gewusst, dass ihr Kind in der Nähe ihres Mannes in Gefahr gewesen sei, wie ältere Verbrühungen und blaue Flecken am Körper des Kindes gezeigt hätten. Der Verteidiger der Frau hatte eine Bewährungsstrafe als angemessen beantragt. Sie habe sich schlicht nicht vorstellen können, dass ihr Mann dem kleinen Leo so etwas antut.

"Ich bin schon gestraft. Ich habe schon lebenslang, weil ich mein Leben ohne Leo verbringen muss", hatte die 29-Jährige vor der Urteilsverkündung unter Tränen gesagt. Dem Gericht versuchte sie, ein Buch zu überreichen mit dem Titel: "Unschuldig in Haft - wenn Justiz Fehler macht".

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