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Dopingsperre für Russland - "Es gibt reichlich Hintertürchen für sie"

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Russland ist für vier Jahre aus dem Weltsport verbannt worden. Das bestätigte das Wada-Komitee in Lausanne. Für ZDF-Sportreporter Harm heißt das jedoch nicht: Komplettausschluss.

Die WADA schließt Russland für die nächsten vier Jahre vom internationalen Sport aus. Für Kritiker fällt das gefällte Urteil zu lasch aus. ZDF-Reporter Markus Harm mit einer Einschätzung.

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Das von der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) gefällte Urteil besagt, dass Russlands Sportler in den nächsten vier Jahren nur noch unter neutraler Fahne an sportlichen Wettbewerben teilnehmen dürfen. Und genau da liegt für ZDF-Sportreporter Markus Harm "der Teufel im Detail". Die Russen würden mit diesem Beschluss nicht komplett ausgeschlossen, "es gibt reichlich Hintertürchen für sie", sagt Harm.

Seiner Meinung nach könne es sein, dass bei den Olympischen Spielen in Tokio im Sommer 2020 sogenannte neutrale Athleten aus Russland an den Start gehen werden und wie in Pyeongchan bei den Winterspielen ein riesiges Team stellen werden. "Ob das dann sauber ist, wer weiß, die Russen haben bis zuletzt alle Daten und Proben manipuliert. Nachweis nicht möglich."

Vielen ist das Urteil zu milde

Außerdem, so vermutet Harm weiter, habe man wohl die russischen Sponsoren nicht verprellen wollen, denn Geld - so könne man denken - stünde immer noch vor einem sauberen Sport. Den Aktiven gehe dieses Urteil nicht weit genug, "viele aus der Wada-Athletenkommission hatten einen Komplettausschluss der Russen gefordert", betont der Experte.

"Doch dieses Urteil ist wahrscheinlich sicherer und leichter durchzubringen vor dem Cas, dem obersten Sportgerichtshof der Welt, als eben eine komplette rote Karte für alle Russen." Und der Cas müsse schlussendlich entscheiden.

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