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Vor SPD-Sonderparteitag - Live: Schulz wirbt in Bayern für GroKo

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Unermüdlich wirbt SPD-Chef Schulz für ein Ja der Genossen zu Koalitionsverhandlungen. In Bayern unterstützt ihn SPD-Landeschefin Kohnen. Sehen Sie die Pressekonferenz live.

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In der SPD ist die Unruhe vor dem Bonner Parteitag am Sonntag groß. Auch in den Landesverbänden wird heftig diskutiert, ob mit der Union über eine neue große Koalition verhandelt werden soll. Die 600 Delegierten und 45 stimmberechtigten Vorstandsmitglieder sind in ihrem Abstimmungsverhalten zwar frei, in einigen Ländern positionierten sich Parteigremien allerdings klar für oder gegen das Vorhaben, während andere sich nicht festlegten.

Schulz auf Werbetour

Am Mittwoch setzt Parteichef Martin Schulz seine Werbetour bei der bayerischen SPD-Landtagsfraktion im Kloster Irsee fort. Er trifft die Landtagsabgeordneten, am Freitag folgt eine Sitzung des Landesvorstands in Nürnberg. Einen formellen Beschluss wird es voraussichtlich nicht geben, Landeschefin Natascha Kohnen wirbt aber für Zustimmung.

"Die Sondierungsgespräche haben dazu gedient, überhaupt mal abzutasten: Geht da was in den großen Punkten", sagte Kohnen am Mittwoch im ZDF morgenmagazin. Inzwischen sei sie zu dem Schluss gekommen, dass eine mögliche neue große Koalition weiter verhandelt werden sollte.

Die Stimmung innerhalb ihres Landesverbands sei nachdenklich, sagte Kohnen. "Ich merke, dass immer mehr Mitglieder, je tiefer sie in das Papier gehen, mehr und mehr für sich herausfinden, dass es vielleicht doch Sinn machen könnte." Es gebe aber auch "etliche Stimmen", die eine neue GroKo komplett ablehnen.

SPD-Linke für GroKo

Union und SPD hatten am Freitag die Ergebnisse ihrer Sondierungsgespräche vorgestellt. Am Sonntag soll ein SPD-Bundesparteitag in Bonn entscheiden, ob die SPD in Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU einsteigt oder nicht. Der Landesverband Bayern stellt dabei 78 der 600 Delegierten.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil zeigte sich optimistisch, dass es eine Mehrheit für weitere Gespräche geben werde. "Ich erlebe auch, dass durch die Diskussion viele Skeptiker noch einmal neu nachdenken", sagte Klingbeil "Zeit Online". "Ich verstehe die Skepsis gegenüber Schwarz-Rot. Aber wir müssen cool bleiben."

Auch der Sprecher der Parlamentarischen Linken in der SPD-Fraktion, Matthias Miersch, warb am Mittwoch für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen, damit anschließend alle SPD-Mitglieder über die Ergebnisse abstimmen können. "Das kann eine Brücke zwischen Befürwortern und Gegnern sein", sagte Miersch im Deutschlandfunk mit Blick auf die parteiinternen Diskussionen.

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