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Massenmord in Las Vegas - Sheriff: Schütze hatte Tat genau vorbereitet

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Mehr als 20 Waffen im Hotelzimmer, Überwachungskameras vor dem Raum und Geldtransfers - Stephen Paddock traf nach Ansicht der Polizei Vorkehrungen vor der Bluttat von Las Vegas. In den Fokus der Ermittlungen gerät nun auch die Freundin des mutmaßlichen Täters.

Der Todesschütze von Las Vegas hat seine Tat wohl sorgfältig geplant. Dafür sprechen Überwachungskameras, die er innerhalb und außerhalb seines Hotelzimmers angebracht hatte. Aufklärung über das Tatmotiv erhofft sich die Polizei nun von seiner Freundin.

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Der mutmaßliche Todesschütze von Las Vegas hatte seine Tat offenbar akribisch geplant. Er nehme an, dass Stephen Paddock Überwachungskameras innerhalb und außerhalb der Suite im 32. Stock des Hotels angebracht habe, sagte Sheriff Joseph Lombardo bei einer Pressekonferenz. Eine Kamera sei auf einem Esswagen des Zimmerservice vor dem Raum platziert worden, so Lombardo.

"Person von Interesse"

In den Tagen vor der Tat habe Paddock zudem 100.000 Dollar (etwa 85.000 Euro) auf die Philippinen überwiesen, teilte ein Mitarbeiter der Regierung mit. Derweil erklärte Sheriff Lombardo die Freundin Paddocks zu einer "Person von Interesse". Heute soll US-Präsident Donald Trump nach Las Vegas kommen. Ermittler untersuchten nach Angaben des Regierungsmitarbeiters Berichte, dass Paddock in den vergangenen Wochen rund 10.000 Dollar pro Tag verspielt habe. Das Motiv des mutmaßlichen Täters sei aber weiterhin unklar, sagte Sheriff Lombardo.

Die Freundin Paddocks, Marilou Danley, die sich zuvor auf den Philippinen aufgehalten hatte, traf am späten Dienstagabend in den USA ein. Sie wurde vom FBI am Flughafen erwartet. Er erwarte bald Informationen von Danley, hatte Sheriff Lombardo zuvor gesagt. Er sei zuversichtlich, dass die Behörden das Motiv Paddocks offenlegen könnten. Paddock habe den Flur vor seinem Zimmer im Mandalay Bay Hotel überwacht, erklärte Lombardo. Er nehme an, dass der Schütze sehen wollte, ob sich jemand seinem Zimmer näherte. Eine Kamera sei auch am Türspion angebracht gewesen.

23 Schusswaffen in Hotel gefunden

Ein Sicherheitsmann des Hotels, der sich am Sonntag dem Raum näherte als die tödlichen Schüsse auf die Menschen fielen, sei durch die geschlossene Tür ins Bein geschossen worden, sagte Lombardo. Der Fakt, dass Paddock die Menge an Waffen in seinem Raum hatte, lasse darauf schließen, dass die Tat genau geplant war. "Und ich bin mir ziemlich sicher, dass er alles, was er tat und seine Handlungen abschätzte", so Lombardo. In dem Hotelzimmer waren 23 Schusswaffen gefunden worden, zudem Munition und Vorrichtungen, um eigentlich halb-automatische Waffen zu automatischen umzubauen.

Auch ein Computer wurde sichergestellt. In Paddocks Haus in Mesquite waren 19 Waffen, in seinem Haus in Reno sieben entdeckt worden. Der 64-Jährige hatte am Sonntag von seinem Hotelzimmer aus auf Konzertbesucher geschossen und 59 Menschen getötet. Mehr als 500 weitere wurden verletzt. Nach Angaben von Krankenhausmitarbeitern befanden sich am Dienstagabend noch 50 Menschen in einem kritischen Zustand.

Country-Musiker Jason Aldean, der gerade auf der Bühne des Festivals stand als das Massaker begann, sagte drei geplante Auftritte ab. Die für das Wochenende geplanten Shows würden aus Respekt vor den Opfern von Las Vegas nicht stattfinden, erklärte der Musiker in einer Mitteilung. Es sei eine emotionale Erfahrung für alle Beteiligten gewesen und er brauche nun Zeit, um zu trauern und seiner Familie und Freunden nah zu sein.

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