Sie sind hier:

Brexit-"Plan B" - May will Backstop für Nordirland neu verhandeln

Datum:

Die britische Premierministerin May sieht keine Mehrheit für ein zweites Referendum. Nun will sie erneut über die Nordirland-Frage verhandeln.

Nach der Ablehnung des Brexit-Deals durch das britische Parlament muss schnell eine Alternative her. Knackpunkt bleibt die Grenze zwischen Irland und Nordirland.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Theresa May hat im britischen Unterhaus ihren "Plan B" zum Brexit-Abkommen vorgestellt. Sie erklärte, man müsse den Artikel 50 anrufen, wenn man einen ungeregelten Brexit ausschließen wolle. Das würde mehr Zeit geben um die Vereinbarungen zu verbessern. Allerdings verweist May auch darauf, dass die EU den Artikel 50 zeitlich nicht verlängern werde, wenn kein konkreter Plan vorliege.

Rufen nach einer Verschiebung des Brexits hat sie eine Absage erteilt. Sie plädierte für weitere Gespräche mit allen wichtigen Politikern, vor allem aus dem Regierungslager und der nordirischen DUP, um auszuloten, wie eine "größtmögliche Unterstützung" erreicht werden könne. Am besten noch in dieser Woche. Mit den neuen Vorschlägen wolle sie dann nach Brüssel reisen.

May: Zweites Referendum "schwieriger Präzedenzfall"

May glaubt dagegen nicht daran, dass es im britischen Unterhaus eine Mehrheit für ein zweites Referendum geben würde. Ein zweites Referendum wäre zudem generell ein "schwieriger Präzedenzfall" und schwierig für das britische Volk. Das Volk habe 2016 nunmal für einen Brexit gestimmt.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Belfast-Abkommen steht fest

May sagt, ihr sei klar, dass man für einen soften Brexit das Belfast-Abkommen (bekannt auch als Karfreitagsabkommen) zu 100 Prozent respektieren müsse - nicht nur die Grenze zum Vereinten Königreich, sondern auch das Seerecht sei zu beachten. Beim Backstop gelte es, den unaufhörlichen Schwebezustand zu beenden, wenn mit Nordirland anders umgegangen werde als mit dem Rest des Vereinigten Königreichs.

ZDF-London-Korrespondentin: Plan B ist wie Plan A

Nach Einschätzungen von ZDF-London-Korrespondentin Diana Zimmermann bewegt sich Theresa May mit diesem Plan B übergaupt nicht. Ihre Ansage, erneut wegen des nordirischen Backstops zu verhandeln, sei genau das, was sie bereits seit Monaten erfolglos versuche. Mit diesem Vorhaben würde sie lediglich ihre eigene Partei hinter sich versammeln, nicht jedoch auf das britische Parlament zugehen. Möglicherweise hoffe May darauf, dass Brüssel angesichts der noch verbleibenden Zeit bis zum Brexit-Datum allmählich nervös würde und daher eher zu Zugeständnissen bereit wäre, so Zimmermann.

Alle aktuellen Beiträg zum Brexit

Europaflagge. Rechts daneben ein älterer Herr mit Schild: "WE VOTED LEAVE"

Wissen | nano - Bye-bye Fördergelder?

Ein ungeregelter Brexit wäre das Aus für viele EU-geförderte Projekte: Der Brexit wirkt sich auch auf die …

Videolänge:
7 min
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Archivbild

Entscheidung über Brexit-Deal - Von der Leyen wirbt für Geduld

Ursula von der Leyen warb am Rande des EU-Gipfels dafür, dem britischen Parlament zuzuhören. Zu einem anderen …

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.