Sie sind hier:

Autobauer stellt sich neu auf - Medienberichte: VW-Chef Müller muss gehen

Datum:

VW-Chef Matthias Müller muss Medienberichten zufolge seinen Platz räumen. Der Konzern kündigte weitere Veränderungen im Vorstand und bei den Ressortzuständigkeiten an.

Archiv: Volkswagen- Vorstand, aufgenommen am 14.03.2017 in Wolfsburg
VW - Volkswagen Vorstand Quelle: dpa

Wie unter anderem das "Handelsblatt" und die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Unternehmenskreise berichteten, soll VW-Markenchef Herbert Diess Müllers Nachfolger werden. Kurz zuvor hatte VW mitgeteilt, eine "Weiterentwicklung der Führungsstruktur für den Konzern" zu erwägen, die auch mit personellen Veränderungen im Vorstand einhergehen könnte. Dabei nannte VW auch Müllers Posten. Der Konzernchef habe seine "grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, an den Veränderungen mitzuwirken", teilte VW mit.

Müllers Vertrag endet regulär 2020

Müller hatte dem "Spiegel" gesagt, aus seiner Sicht müsse das oberste Management von Volkswagen "weiblicher, jünger und internationaler" werden. "Das ist ein riesiges Problem des Konzerns. (...) Ich würde auf jeden Fall gerne mit dem Aufsichtsrat diskutieren, wie der Konzern nach meiner Zeit geführt werden soll und von wem."

Müller ist 64 Jahre alt, sein Vertrag endet regulär 2020. Er war im Herbst 2015 an die Spitze von Volkswagen gekommen, nachdem Vorgänger Martin Winterkorn im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden des Abgasskandals in den USA zurückgetreten war.

Umbau lange geplant

Bei Volkswagen ist der interne Umbau seit langem ein Thema, der riesige Konzern kämpft mit komplexen Strukturen und will den einzelnen Marken und Regionen mehr Verantwortung geben. Außerdem erfordern die Elektromobilität und die Vernetzung viele Veränderungen, der Konzern investiert hier bereits Milliarden.

Zeitgleich mit Volkswagen ging die Muttergesellschaft Porsche SE an die Öffentlichkeit und teilte mit, dass Veränderungen im VW-Vorstand auch zu Änderungen im Vorstand bei der Porsche SE führen könnten. Die von den Familien Porsche und Piëch kontrollierte Porsche SE hält gut 52 Prozent der Stimmrechte an Volkswagen.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen stiegen am frühen Nachmittag auf ein Tageshoch. Zuletzt lagen sie knapp 3 Prozent im Plus.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.