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Medwedew unterzeichnet Dokument - Russland tritt Klimaabkommen bei

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Durch den Klimawandel werde das ökologische Gleichgewicht zerstört, sagt Russlands Regierungschef Medwedew. Als Konsequenz schließt sich Moskau dem Pariser Klimaabkommen an.

Russland kämpfte im Sommer mit vielen Waldbränden. Archivbild
Russland kämpfte im Sommer mit vielen Waldbränden. Archivbild
Quelle: Maria Chlystunova/Press Service of the Ministry of Forestry of the Krasnoyarsk Territory/AP/dpa

Russland ist per Regierungsverfügung dem Klimaschutzabkommen von Paris offiziell beigetreten. Regierungschef Dmitri Medwedew unterzeichnete das Dokument, wie er in Moskau mitteilte. Russland werde die Luftverschmutzung reduzieren und Wälder aufforsten, sagte er.

Unklar blieb aber, wie Russland den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 reduzieren will. Die Rohstoffgroßmacht, die vor allem von ihren Gas- und Ölressourcen lebt, gehört zu Ländern mit dem höchsten Ausstoß von Kohlendioxid.

Kremlchef Wladimir Putin hatte Ende Juni eine baldige Ratifizierung des Abkommens - also eine Bestätigung durch das Parlament - angekündigt. Nun teilte die Regierung mit, es brauche gar keinen Ratifizierungsprozess. "Für unser Land ist die Teilnahme an diesem Prozess wichtig", sagte Medwedew. Besonders für die Menschen, die in Regionen mit Permafrostböden lebten, sei dies auch eine Frage der Sicherheit. Wegen des Klimawandels tauen dort die Böden auf.

Medwedew sagte, dass durch den Klimawandel das ökologische Gleichgewicht zerstört werde. Außerdem habe die Zahl der Naturkatastrophen zugenommen. Russland kämpfte im Sommer gegen die schlimmsten Waldbrände seit Jahren in Sibirien sowie gegen eine Jahrhundertflut nach extremen Regenfällen.

Russland stehe nun vor der Aufgabe, Maßnahmen für eine Einhaltung der Klimaziele von Paris zu entwickeln, sagte Vize-Regierungschef Alexej Gordejew. Ein solches Papier, das die nationalen Interessen Russlands berücksichtige, solle 2020 vorliegen. Das Abkommen von Paris sieht vor, die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius zu begrenzen, möglichst sogar auf 1,5 Grad.

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