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Marokko, Algerien, Tunesien - Mehr Menschen in den Maghreb abgeschoben

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2018 sind deutlich mehr Menschen in die Maghreb-Staaten abgeschoben worden. Gegenüber 2017 stieg die Zahl um 35 Prozent - im Vergleich zu 2015 hat sie sich fast vervierzehnfacht.

Asylbewerber in einer zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber
Asylbewerber in Deutschland: 2018 wurden mehr Menschen abgeschoben, unter anderem in den Maghreb, nach Russland und Ghana.
Quelle: dpa

2018 sind 1.873 Menschen nach Tunesien, Algerien und Marokko abgeschoben worden. Das sind 35 Prozent mehr als 2017, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Die Rückführungen nach Tunesien nahmen demnach von 251 auf 369 zu, nach Algerien von 504 auf 678 und nach Marokko von 634 auf 826. Im Vergleich zu 2015 habe sich die Zahl der Rückführungen in die Maghreb-Staaten fast vervierzehnfacht.

Infografik: Abschiebungen in Maghreb-Staaten

Bei den Zahlen freiwilliger Rückkehrer in die Maghreb-Staaten zeigt sich der Trend nicht so deutlich. Nach Algerien reisten nach Ministeriumsangaben 2018 mehr Menschen freiwillig aus als im Jahr zuvor, nämlich 266 (2017: 177). Für Tunesien stieg die Zahl auf 67 (2017: 45). Nach Marokko reisten indes weniger Menschen freiwillig zurück: 53 waren es 2018, 71 im Jahr zuvor.

Grüne sehen Maghreb nicht als sicher an

Der Bundestag hatte im Januar beschlossen, die Maghreb-Staaten und Georgien auf die Liste der sicheren Herkunftsländer zu setzen. Dem Gesetz muss noch der Bundesrat zustimmen. Wegen des Widerstandes der Grünen hatte der Bundesrat am vergangenen Freitag die Abstimmung allerdings von der Tagesordnung genommen.

Einen deutlichen Anstieg der Abschiebungen im Vergleich zu 2017 verzeichnet die Statistik auch für Russland (von 184 auf 422), Armenien (von 184 auf 346), Afghanistan (von 121 auf 284), Indien (von 32 auf 212), Gambia (von 31 auf 144) und Ghana (von 84 auf 210).

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