Mehr als 1.700 Festnahmen in Frankreich

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"Gelbwesten"-Proteste - Mehr als 1.700 Festnahmen in Frankreich

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Der Protest der "Gelbwesten" ebbt nicht ab und wird immer gewaltsamer. Trotz Zugeständnissen der Regierung gingen gestern etwa 125.000 Menschen auf die Straße.

Es ist bereits der vierte große Protesttag der "Gelbwesten".
Es ist bereits der vierte große Protesttag der "Gelbwesten".
Quelle: Claude Paris/AP/dpa

Die Zahl der Festnahmen bei den teils gewaltsamen "Gelbwesten"-Protesten am Samstag in ganz Frankreich ist auf mehr als 1.700 gestiegen. Das teilte das französische Innenministerium auf Twitter mit. 1.220 Menschen kamen den Angaben zufolge in Polizeigewahrsam. 264 Menschen wurden verletzt.

In Paris zündeten Randalierer Autos an und versuchten, Barrikaden zu errichten. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Die Wut richtet sich gegen die Reformpolitik der Regierung.

In französischen Medien wird nach diesem vierten großen Protesttag eine positivere Bilanz gezogen als vergangenes Wochenende. Das Chaos habe dieses Mal in Paris nicht gesiegt, resümierte die Zeitung "Le Parisien". Das lag dem Bericht zufolge an der offensiveren Strategie der Sicherheitskräfte, die viel mehr Menschen festgenommen sowie Rucksäcke und Taschen der Demonstranten systematisch auch im Vorfeld kontrolliert hätten.

Die Protestbewegung der "Gelbwesten" hatte sich Mitte November angesichts geplanter Steuererhöhungen auf Kraftstoffe formiert. Mittlerweile reichen die Forderungen viel weiter. Auch Frankreichs Präsident Macron gerät stark ins Visier der Kritik.

"Gelbe Westen" - Proteste in Paris

Randalierer kapern "Gelbwesten" -
Macron gerät immer weiter unter Druck
 

Am vierten "Gelbwesten"-Wochenende in Frankreich kommt es erneut zu Ausschreitungen. Die Demonstranten haben höchst unterschiedliche Ansichten - aber sie sind alle gegen Macron.

von Ulrike Koltermann, Paris
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