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Arbeitnehmer - Mehr als jeder vierte Beschäftigte arbeitet ohne Pause

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Zu viel Arbeit, keine Zeit: Für mehr als jeden vierten Arbeitnehmer fällt häufig die Pause aus. Das ergab eine Anfrage der Linken - die Partei spricht von "alarmierenden" Zahlen.

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Quelle: imago stock&people

Im Jahr 2017 gaben 28 Prozent aller befragten Beschäftigten an, häufig von Pausenausfällen betroffen zu sein, wie es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Linken-Anfrage heißt. Darin verweist die Regierung auf Arbeitszeitbefragungen durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Die Linke sprach am Dienstag von "alarmierenden" Zahlen.

Vor allem jüngere Arbeitnehmer verzichten auf Pause

Aus der Antwort auf die Anfrage, über die zuerst die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) berichtet hatten, ergibt sich zudem, dass jüngere Arbeitnehmer häufiger ohne Pause arbeiten: Bei den 15- bis 29-Jährigen gaben das 31 Prozent der Befragten an, bei den Beschäftigten ab 50 waren es 26 Prozent. Im Vergleich zu einer Befragung 2015 erhöhte sich der Gesamtanteil von Arbeitnehmern, die häufig keine Pause machen, leicht von 27 auf 28 Prozent.

Als Gründe für die Pausenausfälle gaben die Beschäftigten am häufigsten "zu viel Arbeit" und "passt nicht in den Arbeitsablauf" (jeweils 63 Prozent) an. Nur 26 Prozent der Befragten sagten, sie verzichteten freiwillig auf eine Pause. 14 Prozent arbeiteten durch, um früher Feierabend machen zu können. Zu den am stärksten betroffenen Branchen gehören die Bereiche Gesundheit und Sozialwesen, Erziehung und Unterricht sowie das Gastgewerbe.

Linken-Politiker: Arbeitgeber ignorieren Sorgfaltspflicht

Pausen seien nicht nur wichtig für die Gesundheit, sondern auch für die Produktivität, erklärt Diplom-Psychologe Johannes Wendsche von der Baua. Das hätten zahlreiche Erhebungen gezeigt. "Je länger man am Stück arbeitet, desto unproduktiver wird man." Gerade bei hoher Belastung seien Pausen besonders wichtig. "Sogar kurze Auszeiten können schon helfen."

Gesetzlich vorgeschrieben sind eigentlich Ruhepausen nach spätestens sechs Arbeitsstunden. Arbeitnehmern stehen demnach in der Regel mindestens 30 Minuten zu. Die Linken warfen Arbeitgebern vor, ihre gesetzlichen Schutz- und Sorgfaltspflichten zu ignorieren und damit gesundheitliche Risiken ihrer Beschäftigten in Kauf zu nehmen. "Wenn Beschäftigte die Arbeit in ihrer Arbeitszeit nicht schaffen, dann muss mehr Personal eingestellt werden", forderte die Linken-Bundestagsabgeordnete Jessica Tatti. Auch eine Anti-Stress-Verordnung sei "überfällig".

In Deutschland überschritt die Zahl der Erwerbstätigen erstmals seit der Wiedervereinigung die Marke von 45 Millionen in einem Viertelquartal, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Dank der Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt stieg die Zahl der erwerbstätigen Menschen im dritten Quartal kräftig um 556.000 oder 1,3 Prozent auf 45,04 Millionen.

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