Sie sind hier:

Mehr Truppen an Syriens Grenze - Türkei reagiert auf US-Abzug

Datum:

Nach der Ankündigung von US-Präsident Trump, die amerikanischen Soldaten aus Syrien abzuziehen, verstärkt die Türkei ihre Truppen in der Grenzregion.

Türkische Panzer an der Grenze zu Syrien. Archivbild
Türkische Panzer an der Grenze zu Syrien. Archivbild
Quelle: Lefteris Pitarakis/AP/dpa

Die Türkei hat ihre Truppen an der Grenze zum Bürgerkriegsland Syrien verstärkt, obwohl sie zuvor eine Offensive gegen die syrische Kurdenmiliz YPG im Nachbarland vorläufig abgesagt hatte. Ein Konvoi mit Panzern habe den türkischen Grenzort Kilis erreicht, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Hintergrund ist der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Abzug der US-Truppen aus Syrien. Trump hatte erklärt, der Abzug werde in Koordination mit der Türkei erfolgen.

"Er ist ein Mann, der das kann"

Nach einem Telefonat Trumps mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan am Sonntag erklärten beide Seiten, man wolle ein Machtvakuum nach dem US-Abzug vermeiden. Trump twitterte, Erdogan habe ihm zugesichert, alles zu vernichten, was von der Extremistenmiliz IS in Syrien noch übrig sei. "... und er ist ein Mann, der das kann", schrieb Trump. Er hatte den Abzug der etwa 2.000 US-Soldaten damit begründet, dass die IS-Milliz weitgehend besiegt sei.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Kritiker werfen Trump vor, mit dem Abzug die Verbündeten in Syrien im Stich zu lassen - konkret die Kurdenmiliz YPG. Sie wurde von den USA unterstützt. Von der Türkei dagegen wird sie als Terrororganisation und Ableger der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK bekämpft. Erdogan hatte eine Offensive gegen die YPG angekündigt, nach Bekanntgabe des US-Abzugs aber erklärt, diese verschieben zu wollen.

Auf der syrischen Seite indes rückten pro-türkische Rebellen in Richtung der kurdisch kontrollierten Stadt Manbidsch vor. Einheiten hätten in Vorbereitung auf eine Schlacht um die Stadt vorläufige Positionen eingenommen, sagte ein Sprecher am Montag. Erdogan hatte die Vertreibung der YPG aus Manbidsch angekündigt. Die pro-türkischen Rebellen kontrollieren in Syrien einen Teil der Grenzregion. Im Jahr 2016 hatte die Türkei mit der Offensive "Schutzschild Euphrat" in der Umgebung des syrischen Orts Dscharabulus den IS von der Grenze vertrieben, aber auch die YPG bekämpft. Anfang des Jahres hatten von der türkischen Armee unterstützte Rebellen in einer Offensive gegen die YPG die kurdisch geprägte Grenzregion Afrin eingenommen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.