Sie sind hier:

Neue Zahlen vom Pentagon - Mehr US-Soldaten in Afghanistan als bislang bekannt

Datum:

Die USA haben in Afghanistan deutlich mehr Soldaten als bislang bekannt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind derzeit etwa 11.000 Mann in dem Land am Hindukusch stationiert. Bislang war die Truppenstärke deutlich geringer angegeben worden.

Nachdem der US-Präsident immer wieder den Einsatz der amerikanischen Truppen in Afghanistan kritisierte, kündigte er jetzt an, keine Soldaten abzuziehen und den Terror noch stärker zu bekämpfen. Ines Trams mit einer Einschätzung zu Trumps Kehrtwende.

Beitragslänge:
3 min
Datum:

Das US-Verteidigungsministerium hat eingeräumt, dass sich deutlich mehr amerikanische Soldaten in Afghanistan befinden, als bislang öffentlich bekannt war. Derzeit seien rund 11.000 Militärangehörige in dem Land am Hindukusch stationiert, sagte der Direktor des Generalstabs, Kenneth F. McKenzie, am Mittwoch in Washington. Bislang hatte das Pentagon stets von 8.400 Soldaten gesprochen.

Pentagon will für "Transparenz sorgen"

Es gebe keine Aufstockung der Anzahl der Soldaten am Hindukusch, sondern lediglich eine andere öffentliche Zählweise, erklärte McKenzieweiter. Fortan würden auch Militärangehörige berücksichtigt, die nur für zeitlich befristete Einsätze in Afghanistan seien.

Unter US-Präsident Barack Obama sei im November 2016 die Erhöhung der Anzahl der Soldaten in Afghanistan auf 8.448 gebilligt worden. "Bisher hat das Ministerium routinemäßig etwa 8.400 Soldaten gemeldet, mit einer komplexen Serie von darüber hinaus gehenden Ausnahmen." In der neuen Zahl von 11.000 Soldaten seien mögliche Erhöhungen im Zuge der neuen Strategie von US-Präsident Donald Trump noch nicht enthalten.Trump hatte kürzlich ein stärkeres Engagement der USA in Afghanistan angekündigt. Wie viele Soldaten zusätzlich entsandt werden sollen, sagte er aber nicht.

Mehr Transparenz im Militär

Verteidigungsminister James Mattis forderte von seinem Generalstabschef Joseph Dunford entsprechende Pläne an. Die Pentagon-Sprecherin Dana White sagte in Washington, Mattis wolle für mehr Transparenz sorgen. Befehlshaber hätten oftmals Soldaten von Militäreinheiten abziehen und die Einsatzdauer verkürzen müssen, um das vom Gefechtsfeldmanagement vorgegebene Truppenniveau nicht zu überschreiten. "Damit ist jetzt Schluss." Nach demselben Prinzip würden auch die Einsatzplanungen für Syrien und den Irak überprüft. Einschränkend fügte White hinzu: "Wie in der Vergangenheit werden wir weiterhin heikle Einheiten und bestimmte befristete Einsätze schützen." Der Kongress werde darüber weiterhin in geschlossenen Sitzungen informiert werden. Die USA haben in

Afghanistan nicht nur Ausbilder und Unterstützer im Rahmen des Nato-Einsatzes "Resolute Support" im Einsatz, sondern fliegen dort unabhängig davon auch Luftangriffe und sind mit Spezialkräften vor Ort. Der Einsatz in Afghanistan ist mit fast 16 Jahren der längste Krieg der USA. Die Sicherheitslage in dem Land hat sich mit dem Erstarken der radikalislamischen Taliban zuletzt deutlich verschlechtert.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.