Sie sind hier:

Mehr Vernetzung - Volkswagen und Amazon verbünden sich

Datum:

Volkswagen will die Produktivität seiner Fabriken steigern - nur wie? Konzernchef Diess setzt auf Digitalisierung und holt einen weiteren US-Internetriesen an seine Seite: Amazon.

Archiv: Das Logo von Volkswagen an der Heckklappe des neuen Transporters "Buzz Cargo" am 19.09.2018 in Hannover
Volkswagen will künftig mit dem US-Technologieriesen Amazon zusammenarbeiten.
Quelle: dpa

Volkswagen und der Tech-Riese Amazon stehen vor einer tiefgreifenden Partnerschaft bei Cloud-Diensten aus dem Internet. Ziel sei, die "Volkswagen Industrial Cloud" aufzubauen, mit deren Hilfe Amazon die die Maschinen und Anlagen der 122 Werke weltweit des Autogiganten vernetzen könne, teilte Volkswagen am Mittwoch mit. Dies helfe, Abläufe und Prozesse in der Fertigung zu verbessern, um die Produktivität der Werke zu steigern. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Der Autobauer kooperiert bei Cloud-Diensten auch mit Microsoft, um seine Autos voll zu vernetzen.

VW will Produktivität um 30 Prozent steigern

Unlängst hatte Volkswagen angekündigt, bis 2025 die Produktivität im gesamten Produktionsnetzwerk - außer China - um 30 Prozent steigern zu wollen. Konzernchef Herbert Diess hatte in der vergangenen Woche auf einer Betriebsversammlung in Wolfsburg gesagt, VW sei "im Wettbewerbsvergleich in unseren Fabriken und in der Verwaltung langsamer und weniger produktiv".

Diess betonte: "Wir müssen mit unseren Autos deutlich mehr Geld verdienen, um in die Zukunft investieren zu können. Wir müssen schlanker, beweglicher, schneller werden, um beim Tempo der neuen Wettbewerber mitzuhalten." Er machte aber auch klar, dass die Digitalisierung Arbeitsplätze kosten werde - auch in der Verwaltung. Dies solle aber etwa über Altersteilzeit sozialverträglich gelöst werden.

Globale Lieferkette soll Teil der Cloud werden

Auch an anderer Stelle setzt Diess auf Kooperationen, etwa die angedachte Partnerschaft mit Ford beim Bau von kleinen Nutzfahrzeugen. Volkswagen und der US-Konzern Amazon, der vor allem für seine Internet-Handelsplattform bekannt ist, beschlossen eine mehrjährige Entwicklungszusammenarbeit, wie Volkswagen bekanntgab. Langfristig solle auch die globale Lieferkette von Volkswagen mit über 30.000 Standorten von mehr als 1.500 Zulieferern und Partnern Teil der Cloud werden.

Mit Hilfe der "Industrial Cloud" zielt Volkswagen auf einheitliche Software-Systeme etwa für Produktionsplanung oder Lagerhaltung in den 122 Fabriken ab. Auf Servern im Netz sollen Maschinen und Daten vernetzt und von überall zugänglich gemacht werden. Bisher unterschieden sich die Systeme in Teilen von Standort zu Standort. Würden dagegen die Daten aus allen Werken zusammengeführt, sei der Materialfluss leichter zu steuern und Lieferengpässe oder Störungen früher zu erkennen.

Mittelfristig sollen rund 220 Spezialisten am Aufbau der Cloud arbeiten. Ende 2019 sollen bereits erste konkrete Dienste und Funktionen in Betrieb gehen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.