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Unglück bei Himmelfahrtsprozession - Baum erschlägt Gläubige auf Madeira

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Bei einem religiösen Fest auf der portugiesischen Insel Madeira ist eine 200 Jahre alte Eiche umgestürzt und hat 13 Gläubige erschlagen. Mehr als 50 weitere seien verletzt worden, darunter auch Deutsche, teilten die Behörden mit. Der Baum galt bereits seit drei Jahren als umsturzgefährdet.

Auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira scheint sich die Situation am Flughafen zu entspannen. Aufgrund starker Winde kam es seit dem Wochenende zu massiven Flugausfällen. Seit heute Vormittag gibt es wieder regelmäßige Starts und Landungen.

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Der Baum kippte offenbar ohne Vorwarnung um und traf Dutzende Gläubige, die in der Nähe an einem Verkaufsstand Kerzen erwerben wollten, teilten die Behörden in Madeiras Hauptstadt Funchal mit. Die beliebte "Festa da Senhora do Monte" (Fest der Herrin von Monte) lockt traditionell auch viele Ausländer auf die Blumeninsel.

Zehn Menschen waren den Angaben zufolge auf der Stelle tot, ein Kind und eine Frau starben später im Krankenhaus. Von den Verletzten seien sieben in kritischem Zustand, zitierte die Zeitung "Público" den Regionalsekretär für Gesundheit, Pedro Ramos. Über die genaue Zahl der Opfer hatte es lange unterschiedliche Angaben gegeben, der Zivilschutz hatte zunächst von zwei Toten gesprochen.

Eiche war 200 Jahre alt

Bei dem Baum handelte es sich Medienberichten zufolge um eine 200 Jahre alte Eiche, die schon seit drei Jahren als gefährlich und umsturzgefährdet eingestuft worden war. Auf einem im Internet verbreiteten Video ist der Moment zu sehen, in dem der Baum auf den Boden kracht. Geschockte Augenzeugen liefen in Panik in alle Richtungen.

Der Präsident der Regionalregierung, Miguel Albuquerque, betonte vor Medienvertretern, möglicherweise werde eine Untersuchung eingeleitet, um dem tragischen Vorfall auf den Grund zu gehen. "Aber im Moment ist es unsere Priorität, die Familien der Opfer und der Verletzten zu unterstützen." Zahlreiche Helfer waren im Einsatz, darunter ein Team von Ärzten, mehrere Krankenwagen und die Feuerwehr.

Premierminister António Costa zeigte sich bestürzt und drückte den Angehörigen der Opfer im Kurznachrichtendienst Twitter sein tiefes Beileid aus. Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa wollte noch am Abend nach Madeira kommen, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Fest abgebrochen

Das Fest wurde nach dem tragischen Vorfall sofort abgebrochen. Die Regierung von Madeira rief eine dreitägige Trauer aus. Das religiöse Volksfest "da Senhora do Monte" ist das größte und berühmteste auf der Insel. Es wird zu Ehren der Jungfrau von Monte, der Schutzheiligen der Hauptstadt Funchal, immer am 14. und 15. August abgehalten. Die Straßen und die Wallfahrtskirche in den Bergen oberhalb von Funchal werden dabei aufwendig mit Blumen geschmückt, es gibt Musik, Essen, Trinken und Stände sowie eine Prozession Tausender Pilger.

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