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Kriminalität in USA - Zehn Tote bei Schießerei in Schule in Texas

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Bei einer Schießerei in einer Schule in Texas sind laut Behörden zehn Menschen ums Leben gekommen. Der mutmaßliche Schütze wurde festgenommen.

Der texanische Gouverneur Greg Abbott teilte mit, dass bei der Schießerei an der Santa Fe Highschool zehn Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. Der Schütze habe zudem Sprengstoff in einem Haus und in einem Auto deponiert, sagte Abbott vor Journalisten. Die Tat ereignete sich in der Stadt Santa Fe, rund 50 Kilometer südöstlich von Houston.

Gouverneur: Schütze stellte sich

Es sei "einer der abscheulichsten Angriffe" gewesen, "die wir jemals in der Geschichte von Schulen in Texas erlebt haben", so Abbott weiter. Der mutmaßliche Schütze habe ein Gewehr und einen Revolver gehabt, die dem Vater des Verdächtigen gehört hätten. Der Schütze habe gesagt, er habe ursprünglich vorgehabt, sich selbst zu töten. Doch habe er sich gestellt.

Bei dem Schützen handelte es sich mehreren US-Medien zufolge um einen 17-jährigen Schüler der Santa Fe Highschool. Er hatte am Morgen das Feuer auf Klassenkameraden eröffnet.

US-Fernsehsender zeigten nach der Tat Bilder von einem großen Polizeiaufgebot vor dem Schulgebäude, wo rund 1.500 Kinder und Jugendliche zur Schule gehen. Am Freitag war der letzte Tag schulinterner Prüfungen. Ob dies mit der Tat in Verbindung steht, war zunächst unklar.

Trump: "Sehr trauriger Tag"

US-Präsident Donald Trump ließ sich informieren. "Erste Berichte sehen nicht gut aus", schrieb er auf Twitter. "Wir beobachten die Situation sehr genau", sagte Trump. Trump bezeichnete die Tat als "absolut schrecklich". Es müsse künftig sichergestellt werden, dass Schusswaffen nicht in die Hände derer geraten, die eine Bedrohung darstellen. "Dies ist ein sehr trauriger Tag", sagte der Präsident.

Karte von Texas mit der Ortschaft Santa Fe
Quelle: ZDF

Tote und Verletzte durch Schusswaffen sind an US-High-Schools keine Seltenheit. Nach Angaben von CNN ist es die dritte Schießerei an einer US-Schule binnen einer Woche und 22. seit Anfang des Jahres. Seit dem Schulmassaker von Parkland, bei dem im Februar 17 Menschen starben, gab es landesweit Proteste von Schülern für eine Verschärfung der Waffengesetze. Im April hatten bei rund 2.500 Veranstaltungen in den gesamten USA Schüler gegen die Waffengewalt protestiert, vielerorts wurde die Schule bestreikt.

Trump stützt Waffenlobby

Trump hatte erst vor wenigen Wochen ungeachtet dieser Proteste der mächtigen Waffenlobby seine Unterstützung zugesichert. "Eure Rechte aus dem zweiten Verfassungszusatz stehen unter Beschuss, aber sie werden niemals unter Beschuss stehen, solange ich Euer Präsident bin", hatte Trump auf der Jahresversammlung der Waffenlobby NRA (National Rifle Association) in Dallas erklärt.

Der zweite Verfassungszusatz verankert das Recht auf Selbstverteidigung - und damit auf Waffenbesitz. Nach dem Massaker von Parkland hatte Trump zunächst eine Verschärfung der Waffengesetze befürwortet, war aber später davon wieder abgerückt.

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