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Kreuzfahrtschiff rammt Boot

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Mehrere Verletzte in Venedig - Kreuzfahrtschiff rammt Boot

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Seit Jahren wird über die großen Kreuzfahrtschiffe in Venedig gestritten. Nun hat eines dieser riesigen Schiffe ein kleineres Boot im Hafen gerammt.

Das Kreuzfahrtschiff rammte ein Touristenboot.
Das Kreuzfahrtschiff rammte ein Touristenboot.
Quelle: Vigili del Fuoco/dpa

In Venedig hat ein Kreuzfahrtschiff beim Anlegen ein Touristenboot gerammt. Nach Behörden-Angaben wurden mindestens vier Menschen leicht verletzt. An Bord des kleinen Schiffs sollen rund 130 Menschen gewesen sein.

Ursache des Unglücks sei ein blockierter Motor bei dem Kreuzfahrtschiff gewesen, sagte der Präsident der Schlepperfirma "Rimorchiatori Uniti Panfido". Er habe beim Anlegen beschleunigt statt abzubremsen. Die Kreuzfahrtgesellschaft MSC Cruises sprach von einem "technischen Problem".

Aus Angst ins Wasser gesprungen?

Der Kreuzfahrt-Gigant "Msc Opera" sei gegen das geparkte Ausflugschiff gestoßen, hieß es. Einige Passagiere des kleineren Schiffes seien aus Angst ins Wasser gesprungen, so die Zeitung "Nuova Venezia" unter Berufung auf Augenzeugen. 

Die Situation sei unter Kontrolle, twitterte die italienische Feuerwehr. Auf einem Video war zu sehen, wie das Kreuzfahrtschiff mit lautem Sirenengeheul Richtung Anlegestelle fährt und Menschen an Land in Panik davonlaufen. An Bord des Ausflugsschiffs sollen rund 130 Menschen gewesen sein.

Streit über Kreuzfahrtriesen in Venedig

Auf der "Msc Opera" haben mehr als 3.500 Menschen Platz. Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Spekuliert wurde, dass das Tau des Schleppers gerissen sei oder dieser die Kontrolle über das Kreuzfahrtschiff verloren habe. Seit Jahren wird über die Schiffskolosse in Venedig gestritten, das von Millionen Touristen besucht wird. Kritiker wollen die großen Kreuzfahrtschiffe komplett aus der Lagunenstadt verbannen. Bisher fahren sie im Kanal von Giudecca in Sichtweite von Sehenswürdigkeiten wie dem Markusplatz. 

Der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, erklärte, das Unglück sei "der x-te" Beweis, dass in dem Kanal keine Kreuzfahrtriesen mehr fahren könnten. Auch Italiens Verkehrsminister Danilo Toninelli erklärte, die Stadt müsse besser geschützt werden. 

Geplant ist, dass die besonders großen Kreuzfahrtschiffe eine weniger spektakuläre Route um die Stadt fahren und in der Industriegegend Marghera anlegen. Über dieses Projekt wird allerdings auch seit Jahren debattiert. Die Unesco hat Venedig bereits gewarnt, dass die Riesenschiffe den Welterbestatus gefährdeten. Umweltschützer mahnen wegen Risiken für das besondere Ökosystem der Lagune. Unternehmer sehen dagegen ihr Geschäft in Gefahr. 

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