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Rennen um CDU-Vorsitz - Vogel: "Kramp-Karrenbauer geeignete Kandidatin"

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Der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident Bernhard Vogel favorisiert Kramp-Karrenbauer beim Kampf um den CDU-Vorsitz. "Sie ist die geeignete Kandidatin für die Zukunft."

Bernhard Vogel, ehemaliger Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen, stellt sich hinter Annegret Kramp-Karrenbauer als Nachfolgerin von Angela Merkel für den CDU-Parteivorsitz. Sie stehe für die Bewahrung des Bisherigen und Mut für die Zukunft.

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ZDF: Herr Vogel, für wen werden Sie bei der Wahl für den Parteivorsitz der CDU votieren?

Bernard Vogel: Ich werde für Frau Annegret Kramp-Karrenbauer votieren, weil sie lange ein Regierungsamt erfolgreich geführt hat, weil sie gezeigt hat, dass sie auch in schwierigen Situationen Wahlkämpfe gewinnen kann, weil sie eine neue Debatte über ein Grundsatzprogramm angestoßen hat und in ihrer "HörZu"-Tour Kenntnis von der Lage der Partei bekommen hat und weil sie in der Mitte der heute verantwortlichen Generation steht, ihrem Alter nach.

ZDF: Was haben Sie gedacht, als Sie von der Kandidatur von Herrn Merz gehört haben?

Vogel: Ich habe mich nicht überrascht gezeigt. Davon war ja schon länger die Rede und ich weiß, dass er in der Partei einen guten Ruf genießt. Mein Votum für Annegret Kramp-Karrenbauer ist ja keine Zurückweisung anderer Kandidaten, aber ich muss mich ja für den entscheiden in der jetzigen Situation, wo zum ersten Mal Kanzleramt und Parteivorsitz nicht in einer Hand liegen werden - und da scheint mir eben auch in der Bewahrung des Bisherigen und den Mut für die Zukunft eine Favoritenrolle bei Frau Kramp-Karrenbauer zu liegen.

ZDF: Warum würden Sie für Herrn Merz nicht stimmen?

Vogel: Ich muss mich entscheiden und ich muss eine Auswahl treffen und ich habe mich aus guten Gründen, wie ich glaube, für Frau Kramp-Karrenbauer entschieden. Damit will ich kein negatives Votum über andere Kandidaten abgeben, aber eben meine Präferenz deutlich ausdrücken.

Mehr als 1.000 Delegierte, bislang drei Bewerber und ein Sieger: Die CDU wählt in Hamburg den Nachfolger oder die Nachfolgerin von Angela Merkel als Parteivorsitzende. So läuft die Wahl ab.

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ZDF: Wird es ein harmonisches Zusammenarbeiten zwischen Merkel und Merz geben?

Vogel: Also dass es ein harmonisches Zusammenwirken zwischen Frau Kramp-Karrenbauer und Frau Merkel geben wird, dessen bin ich sicher. Bei den anderen Kandidaten verbinde ich das mit der Hoffnung, aber nicht mit derselben Sicherheit.

ZDF: Könnte die Konstellation: Merkel - Kanzlerin, Merz - CDU-Vorsitzender die Regierungsfähigkeit der GroKo gefährden?

Vogel: Ich möchte zunächst nicht, dass die Regierungsfähigkeit der GroKo gefährdet wird und ich bin bei Frau Kramp-Karrenbauer sicher, dass sie sie nicht gefährden wird, sondern dass sie mit dazu beitragen wird, dass diese Koalition, für die es keine Alternative zur Zeit gibt, bis 2021 hält, jedenfalls was die Union betrifft.

ZDF: Ist es fair, Karrenbauer als Merkel-Kopie zu bezeichnen?

Vogel: Frau Kramp-Karrenbauer als Merkel-Kopie zu bezeichnen ist unfair. Sie hat ihre Selbstständigkeit als Ministerpräsidentin über Jahre bewiesen. Sie wird natürlich fortsetzen, was bisher Tradition der CDU war, aber sie ist die geeignete Kandidatin auch für die Zukunft. Und die Zukunft besteht nicht darin, dass wir in die Vergangenheit zurückkehren, sondern besteht darin, dass wir die neuen Herausforderungen meistern.

Die Fragen stellte die Redaktion des ZDF-Politmagazins "frontal21".

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