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"Zusammenarbeit zurückfahren" - Merkel will Druck auf die Türkei erhöhen

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Kanzlerin Merkel macht Druck: Sie will die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Türkei zurückfahren. So wolle sie versuchen, die inhaftierten Deutschen zu befreien. Auch wurde bekannt, wie viele Deutsche offenbar betroffen sind.

Wieder gibt es konkrete Hinweise, dass ein deutsches Ehepaar in der Türkei festgesetzt worden ist. Das Auswärtige Amt gibt weiter keine Reizwarnung heraus, formulierte aber einen eindringlichen Hinweis.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will den wirtschaftlichen Druck auf die Türkei erhöhen, um eine Freilassung der dort inhaftierten Deutschen zu erreichen. "Wir werden unsere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Türkei weiter zurückfahren müssen und Projekte auf den Prüfstand stellen", sagte sie der "Passauer Neuen Presse" (Samstag).

Merkel empört sich über Inhaftierungen

Es sei empörend, dass eine Reihe von deutschen Staatsbürgern in der Türkei in Haft sitze. "Wir betreuen die Inhaftierten konsularisch so gut wir können, auch das wird von der Türkei aber leider in einigen Fällen sehr erschwert."

Auch der Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir forderte, mehr wirtschaftlichen Druck auf Ankara und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auszuüben. Er plädierte in der "Welt" (Samstag) dafür, die Hermes-Bürgschaften auszusetzen, keine Rüstungsgüter mehr zu liefern und eine klare Reisewarnung auszusprechen - "so lange, bis Erdogan die deutschen Geiseln freilässt". Die Bürgschaften sollen deutsche Exportunternehmen vor Verlusten durch ausbleibende Zahlungen ihrer ausländischen Geschäftspartner schützen.

Offenbar 54 Deutsche in Türkei inhaftiert

Derzeit befinden sich offenbar 54 deutsche Staatsbürger in türkischer Haft: Diese Zahl nannte das Auswärtige Amt auf Anfrage des Grünen-Abgeordneten Özcan Mutlu, wie die „Bild“-Zeitung berichtete.

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