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Kanzlerin gibt CDU-Vorsitz ab - Merkels politische Karriere in Bildern

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Heute gibt Angela Merkel das Amt der CDU-Vorsitzenden ab, nach 18 Jahren. Nach dieser Legislatur will sie auch als Kanzlerin aufhören. Ihre politischen Stationen in Bildern.

Ein Blick auf die Stationen der Bundeskanzlerin – von der CDU-Spendenaffäre bis heute.

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Die 1954 in Hamburg geborene, aber in der DDR aufgewachsene Angela Merkel kam durch die Wende zur Politik: 1989 trat sie zunächst dem "Demokratischen Aufbruch" bei, 1990 dann der CDU. Sie wurde bei der ersten gesamtdeutschen Wahl direkt gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Stralsund.

Angela Merkel 1990
Angela Merkel kurz nach der Wendezeit in einem ZDF-Interview.
Quelle: ZDF

Unter Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) machte sie Karriere. 1991 wurde "Kohls Mädchen", wie sie von Kritikern wegen der Unterstützung des Kanzlers genannt wurde, zuerst Bundesfrauenministerin. Sie rückte außerdem 1991 zur stellvertretenden CDU-Parteivorsitzenden auf.

Angela Merkel 1992 als Bundesministerin für Frauen und Familie
Angela Merkel 1992 als Bundesministerin für Frauen und Familie.
Quelle: dpa

Wenig später, 1994, wurde Merkel Umweltministerin. Für ihre Verhandlungsführung beim UN-Klimagipfel in Berlin erntete sie ein Jahr später breites Lob. Sie bekleidete das Amt bis 1998.

Angela Merkel 1995 als Bundesumweltministerin in Gorleben
Angela Merkel 1995 als Bundesumweltministerin in Gorleben.
Quelle: dpa

1998 fuhr die CDU ihre große Niederlage gegen die SPD mit Gerhard Schörder ein. Nach der Wahlschlappe übernahm Merkel zunächst das Amt der CDU-Generalsekretärin. In der Spendenaffäre ging sie im Dezember 1999 auf Distanz zu ihrem Ziehvater Kohl und stieg in der Folge zur Parteichefin auf. Im April 2000 wurde sie mit knapp 96 Prozent als Nachfolgerin des zurückgetretenen Wolfgang Schäuble bei einem Parteitag in Essen gewählt.

Angela Merkel 2000 nach ihrer Wahl zur CDU-Parteivorsitzenden
Angela Merkel 2000 nach ihrer Wahl zur CDU-Parteivorsitzenden.
Quelle: dpa

Merkel war damals die erste Frau an der Spitze der von Männern dominierten Partei. Und manchen Rivalen sah sie in der Folge stürzen. 2002 verzichtete sie nach langem Tauziehen noch zugunsten des damaligen CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber auf die Kanzlerkandidatur. Nachdem Rot-Grün erneut die Wahl gewann, verdrängte sie dann aber in einem Machtkampf Friedrich Merz als Bundestagsfraktionschef und führte die CDU- und CSU-Abgeordneten bis 2005. Damals wurde sie auch erstmals Kanzlerkandidatin der Union und dann - als erste Frau in Deutschland - Bundeskanzlerin.

Angela Merkel wird 2005 zur Bundeskanzlerin vereidigt
Angela Merkel wird 2005 zur Bundeskanzlerin vereidigt.
Quelle: reuters

2015: Hunderttausende Menschen flohen vor Krieg, Terror und Armut in die EU - die meisten kamen nach Deutschland. Merkel geriet mit ihrer Politik des "Wir schaffen das" innenpolitisch und innerparteilich massiv unter Druck. Mehrmals stand die Große Koalition vor der Zerreißprobe. Doch Merkel wurde 2017 erneut Kanzlerin.

Angela Merkel 2015: Hände formen Raute
Angela Merkels Hände formen eine Raute - eine Haltung, die zu einem charakteristischen Teil der Bundeskanzlerin wird.
Quelle: dpa

Nach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen mit herben Verlusten für die Union kündigte Merkel an, dass sie nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren wird. Sie will bei der nächsten Bundestagswahl auch nicht mehr als Bundeskanzlerin antreten.

Angela Merkel
2018: Angela Merkel kündigt an, sich politisch zurückzuziehen.
Quelle: dpa
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