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Frauenmord in Göttingen: Zweites Opfer tot

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Messerangriff auf Straße - Frauenmord in Göttingen: Zweites Opfer tot

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Eine Frau wird auf der Straße in Göttingen attackiert. Eine zweite Frau will ihr helfen - und wird ebenfalls niedergestochen. Der mutmaßliche Täter ist einschlägig vorbestraft.

Das zweite Opfer des Gewalttäters aus Göttingen ist an seinen Verletzungen gestorben. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag mit. Die Frau hatte am Donnerstag versucht, einer anderen Frau zu helfen, als ein Mann diese attackierte und tötete.

Der mutmaßliche Täter Frank N. flüchtete und wurde erst nach mehr als 30 Stunden Flucht gefasst. Ein Zeuge hatte den 52 Jahre alten Mann in Göttingen erkannt und die Polizei alarmiert. Die überwältigte den Gesuchten vor einem Schnellrestaurant. Er war in der Vergangenheit schon wegen mehrerer Gewaltdelikte verurteilt worden.

"Sehr gezielt agiert"

Das erste Opfer sei eine Bekannte des Mannes gewesen, erklärten die Ermittler. Demnach habe er der Frau aufgelauert, sie mit Brandbeschleuniger überschüttet und angezündet. Als sie versuchte, wegzulaufen, habe er mit einem Messer auf sie eingestochen und dann auch die zweite Frau attackiert, die dem Opfer helfen wollte. Die Frauen waren Arbeitskolleginnen. Ein weiterer Zeuge sei mit einem Feuerlöscher zu Hilfe geeilt - diesen habe der mutmaßliche Täter entrissen und damit auf den Kopf seines Opfers eingeschlagen. Vermutlich habe der Täter sich mehr von der Bekanntschaft mit der Frau erhofft, sagten die Ermittler. Er habe sehr gezielt agiert.

Wie die Ermittler weiter mitteilten, erkundigte sich der mutmaßliche Frauenmörder mehrfach telefonisch bei der Polizei nach dem Zustand seiner Opfer. Während seiner Flucht habe er Verhandlungsgespräche mit den Beamten über den Notruf 110 geführt. Er sei "aalglatt" aufgetreten, schilderten die Ermittler.

Die Fahndung nach dem Mann hielt am Freitag die Region zwischen Göttingen und Hannover in Atem. Die Polizei war an mehreren Orten im Einsatz. Auch Hunde und Hubschrauber wurden eingesetzt. Frühmorgens am Freitag erkannten Zeugen den Gesuchten in einem Nahverkehrszug Richtung Hannover, der gestoppt wurde. Als sich die Polizei näherte, soll der eingeschlossene Mann mit einem Notfallhammer die Scheibe eingeschlagen haben und zu Fuß zunächst entkommen sein.

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