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Ermittler: Angreifer hatte Kontakt mit Salafisten

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Nach Messerattacke in Paris - Ermittler: Angreifer hatte Kontakt mit Salafisten

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Die Ermittler haben nach der Messerattacke im Pariser Polizeipräsidium neue Details zum mutmaßlichen Täter bekannt gegeben. Schon jetzt belastet der Fall die Regierung.

Die Staatsanwaltschaft von Paris ist bei den Ermittlungen zu dem Mord an vier Polizisten auf Hinweise gestoßen, die auf eine islamistische Motivation hinweisen.

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Die Polizei sucht nach der tödlichen Messerattacke in einem Pariser Polizeihauptquartier nach dem Motiv des mutmaßlichen Angreifers. Dieser habe kurz vor der Tat 33 SMS religiösen Inhalts verschickt, gab der Anti-Terrorstaatsanwalt am Nachmittag bekannt. Der mutmaßliche Täter habe zuvor Kontakt mit Salafisten gehabt und das Attentat auf Charlie Hebdo gutgeheißen.

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"Es sind noch viele Fragen offen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter. Aber schon jetzt ist der Fall eine schwere Belastung für Polizei und Regierung", berichtet ZDF-Korrespondent Thomas Walde aus Paris.

Oppositionspolitiker fordern Untersuchungsausschuss

Christophe Castaner am 03.10.2019 in Paris
Innenminister Christophe Castaner steht unter Druck.
Quelle: picture alliance / abaca

Oppositionspolitiker fordern die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zu dem Vorfall. Er verlange eine parlamentarische Untersuchung, schrieb der konservative Abgeordnete Éric Ciotti am Samstag auf Twitter. Er warf dem französischen Innenminister Christophe Castaner vor, nicht die Wahrheit über eine bekannte mögliche Radikalisierung des mutmaßlichen Angreifers gesagt zu haben.

Der Chef der Republikaner in der Nationalversammlung, Christian Jacob, werde am Dienstag eine entsprechende Forderung einbringen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Weitere konservative Abgeordnete forderten den Rücktritt von Castaner. Ihrer Ansicht nach hatte der Innenminister Informationen über den mutmaßlichen Täter zurückgehalten als er nach der Tat am Donnerstag erklärte, der Mann sei zuvor nicht negativ aufgefallen. Beweise legten die Oppositionspolitiker dafür zunächst nicht vor.

Frau weiterhin in Gewahrsam

Auch viele Polizisten sehen Castaner kritisch. "Die Messerattacke kam zu einem heiklen Zeitpunkt", sagt ZDF-Korrespondent Thomas Walde. Die Beamten seien wegen der Gelbwesten-Proteste überlastet, vergangene Woche demonstrierten 27.000 in einem "Marsch der Wut" für bessere Arbeitsbedingungen. Die Lage sei "politisch sensibel", erklärt Walde. In der Frage, ob es sich um Terror handele oder nicht, solle man daher "in Ruhe die Ermittlungsergebnisse abwarten".

Die Ehefrau des Mannes blieb am Samstag weiterhin in Gewahrsam. Die Frau war nach der Tat in der französischen Hauptstadt am Donnerstag festgenommen worden.

Berichte: 2017 zum Islam konvertiert

Der 45-Jährige Mitarbeiter des Polizeihauptquartiers im Herzen von Paris hatte am Donnerstag vier seiner Kollegen mit einem Messer getötet. Bei den Opfern handelt es sich um drei Männer und eine Frau. Der Angreifer wurde erschossen.

Berichten zufolge war der Mann 2017 zum Islam konvertiert. Der Fernsehsender BFMTV berichtete in Berufung auf Ermittlerkreise, der Mann sei bereits früher konvertiert.

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