Roboter-Maulwurf gräbt auf dem Mars

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Messung im Inneren des Planeten - Roboter-Maulwurf gräbt auf dem Mars

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Noch immer ist der Mars weitestgehend unerforscht. Ein kleiner Roboter soll sich nun in das Innere des Roten Planeten graben.

Auf dem Mars hat sich ein in Deutschland entwickelter Roboter vollautomatisch in den Boden gehämmert. Der Marsmaulwurf mit dem offiziellen Namen HP3 soll in das Innere des Planeten vordringen und einige Geheimnisse des Roten Planeten lüften.

Er sei in einer ersten Phase mit 4.000 Hammerschlägen etwa 18 bis 50 Zentimeter in den Marsboden eingedrungen, erklärte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Ziel des Experiments sei die Messung des Wärmestroms aus dem Marsinneren.

Marsmaulwuf soll einige Geheimnisse lüften helfen

Der Marsmaulwurf mit dem offiziellen Namen HP3 soll in den Inneren des Planeten vordringen - und helfen, einige Geheimnisse des Roten Planeten zu lüften. "Bei seinem Weg in die Tiefe ist der Maulwurf anscheinend auf einen Stein getroffen, hat sich um etwa 15 Grad geneigt und diesen beiseitegedrückt oder sich an ihm vorbeigeschoben", sagte der wissenschaftliche Leiter des HP3-Experiments, Tilman Spohn. Wie genau der Roboter arbeitet, zeigt das folgende Video:

Nach einer Abkühlpause wollen die Forscher den "Maulwurf" in einer zweiten Phase für erneut vier Stunden weiterhämmern lassen. In den kommenden Wochen soll der Roboter dann - bei ausreichend porösem Untergrund - in drei bis fünf Meter Tiefe vordringen. Der kniehohe künstliche Maulwurf soll die Temperatur bis auf ein Tausendstel Grad Celsius genau messen. Daraus lässt sich zum Beispiel schließen, wie sich das Innere des Roten Planeten entwickelt hat und ob er noch immer über einen heißen flüssigen Kern verfügt.

DLR hat den Roboter entwickelt

Der Roboter ist am DLR entwickelt worden. Er sieht aus wie ein großer Nagel, der über einen eingebauten Hammer verfügt. Er zieht ein Kabel hinter sich her, das mit Temperatursensoren bestückt ist. Der hämmernde Maulwurf war im Rahmen der Nasa-Mission "InSight" Ende November erfolgreich mit auf dem Mars gelandet - nach einer rund 485 Millionen Kilometer lange Reise. Der Landeplatz liegt in einer Region, die weitgehend eben und frei von größeren Steinen und Felsen ist. Bisherige Mars-Missionen haben das Gebiet noch nicht vom Boden aus erkundet. Die insgesamt rund 650 Millionen Euro teure "InSight"-Mission ist auf zwei Jahre angelegt.

Im folgenden Video sieht man die Mars-Sonde in Originalgröße:

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