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Metallindustrie - IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn

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Die IG Metall zieht voraussichtlich mit einer Forderung von sechs Prozent mehr Lohn und einem Recht auf kürzere Arbeitszeiten in die nächste Tarifrunde. Der Gewerkschaftsvorstand sprach sich für diese Forderung aus. Die Tarifbezirke müssen noch zustimmen, folgen aber in der Regel der Empfehlung.

Der Vorstand der IG-Metall hat seine Forderungen für die neue Tarifrunde vorgestellt. Für die knapp vier Millionen Beschäftigten soll nach Jahrzehnten erstmals wieder eine Verkürzung der Arbeitszeit ausgehandelt werden.

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Die Konjunktur in der Metallindustrie, dem größten deutschen Industriezweig, bleibt nach Einschätzung der Gewerkschaft in Schwung. Angesichts des ungebrochenen Wachstums der Branche und einer schwungvollen Konjunktur sei die Größenordnung der Lohnforderung mehr als angemessen, sagte Gewerkschaftschef Jörg Hofmann in Frankfurt.

"Es gibt keinen Grund zu Zurückhaltung", ergänzte Hofmann. Die 3,9 Millionen Beschäftigten erwarteten, dass sie angemessen am Erfolg beteiligt würden.

IG Metall will kürzere Arbeitszeiten

Die Gewerkschaft wolle zudem einen "Paradigmenwechsel" in der Arbeitszeit erreichen, erklärte der Gewerkschaftschef. Maßgeblich für Flexibilität bei den Arbeitszeiten sei bisher vornehmlich das Interesse der Arbeitgeber. Jetzt verlangten die Beschäftigten mehr Selbstbestimmung.

Die IG Metall fordert deshalb unter dem Motto "Arbeitszeit, die zum Leben passt" die grundsätzliche Möglichkeit für alle Beschäftigten, zwei Jahre lang die Wochenarbeitszeit von 35 auf 28 Stunden zu verkürzen. Untere Tarifgruppen und Beschäftigte, die wegen Pflege oder Kinderbetreuung vorübergehend weniger arbeiten können, sollen einen teilweisen Lohnausgleich bekommen.

Arbeitgeber gegen kürzere Arbeitszeiten

Die endgültige Entscheidung liegt in zwei Wochen bei den regionalen Tarifkommissionen, die aber in aller Regel nicht mehr von der Empfehlung des Vorstands abweichen. Warnstreiks im wichtigsten Industriezweig Deutschlands sind ab dem 1. Januar kommenden Jahres möglich.

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall lehnte die schon länger diskutierten Arbeitszeitforderungen ab, da Fachkräftemangel herrsche.

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