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Hashtag gegen Alltagsrassismus - #MeTwo trifft Nerv der Özil-Debatte

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Die Debatte um Mesut Özil ist längst auch eine um Rassismus im Alltag. Unter #MeTwo teilen nun Tausende auf Twitter ihre Erfahrungen mit Diskriminierungen.

Türken in Deutschland
Türken in Deutschland
Quelle: dpa

Der Autor und Aktivist Ali Can rief das Hashtag ins Leben. Er beschreibt #MeTwo in einem Video des Onlinemagazins "Perspective Daily" als "eine #MeToo-Debatte für Menschen mit Migrationshintergrund". Unter "MeToo" teilen seit Monaten Millionen von Frauen ihre Erlebnisse mit sexueller Gewalt und Belästigung.

Der 25-jährige Ali Can stammt aus der Türkei - er kam mit seiner Familie 1995 nach Deutschland. Doch warum "MeTwo" - also "Ich Zwei"? "Weil ich mehr bin als nur eine Identität. Ich fühle mich in Deutschland zu Hause (...) und gleichzeitig kann ich mich auch zu einer anderen Kultur oder zu einem anderen Land verbunden fühlen", sagt Can in dem Video.

Auch Prominente twittern Erfahrungen

Seit Mittwoch wurde der Hashtag "MeTwo" nach Zahlen des Monitoring-Dienstes Buzzrank mehr als 48.000 Mal getwittert. Am Freitag wurde zeitweise sogar mindestens ein Tweet pro Sekunde mit dem Schlagwort abgesetzt.

Auch viele Prominente teilen ihre Erfahrungen mit alltäglichem Rassismus. "Wenn ich im übervollen Zug der einzige Nichtweiße bin, Polizei steigt ein, und der einzige, der seinen Ausweis zeigen muss, bin ich", ist etwa einer von zahlreichen Tweets des "Spiegel"-Journalisten Hasnain Kazim. "Mein Vater arbeitete als Kapitän auf einem Frachtschiff. Gerichtsurteil in den Achtzigerjahren, uns aus Deutschland abzuschieben, mit der Urteilsbegründung: 'Die Heimat eines Seemannes ist das Meer.' (Kein Witz, ich hab das Urteil noch!)", ein anderer. Der Autor hat schon zuvor immer wieder Hassmails öffentlich gemacht, die er regelmäßig bekommt.

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Der Satiriker Shahak Shapira twitterte: "Wenn Neonazis deine Mutter bedrohen und die Staatsanwaltschaft ihr sagt: 'Naja, vielleicht sollte Ihr Sohn sich nicht so prominent in der Öffentlichkeit äußern.'" Shapira, der in Israel zur Welt kam, wird immer wieder Opfer von Antisemitismus. Andere schrieben etwa: "Hinter meinem Rücken von den Freunden meines ersten festen Freundes Mai Tai genannt werden."

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