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AfD-Chef Meuthen - "Wir sind eine durch und durch pro-jüdische Partei"

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Die AfD wehrt sich gegen Vorwürfe, als "geistiger Brandstifter" mitschuldig am Anschlag von Halle zu sein. Fehler hätten die Behörden gemacht, sagte Parteichef Meuthen im ZDF.

Betreibt die AfD "geistige Brandstiftung"? Ihr Bundessprecher Jörg Meuthen hält den Vorwurf für "blanken Unfug", denn seine "Rechtsstaatspartei" setze sich für die jüdische Gemeinde ein und sei für Antisemitismus nicht zu verantworten.

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Zwei Tage nach dem Terroranschlag in Halle hat der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen das Vorgehen der Sicherheitsbehörden heftig kritisiert. "Was da schief gelaufen ist, ist, dass die Sicherheitsbehörden hier versagt haben", sagte Meuthen im ZDF-Morgenmagazin. Die jüdische Gemeinde in Halle habe mehrfach um Polizeischutz für den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur gebeten. "Das ist nicht gewährt worden. Und jetzt kommen die um die Ecke und sagen 'jetzt wollen wir schützen' - das ist zu spät."

Meuthen wehrte sich zugleich gegen Vorwürfe, die AfD trage eine Mitverantwortung für den Anschlag von Halle. "Wir sind eine durch und durch pro-israelische und pro-jüdische Partei", sagte er. Die AfD sei eine Rechtsstaatspartei und habe viele jüdische Mitglieder. Der AfD-Vorsitzende hielt Bundesinnenminister Horst Seehofer und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) vor, die Tat parteipolitisch zu instrumentalisieren.

"Absurd und infam"

Kurz nach dem Attentat hatte Herrmann gesagt, einige AfD-Politiker seien "geistige Brandstifter". Seehofer hatte dem zugestimmt, ohne den Parteinamen AfD in den Mund zu nehmen. Meuthen sagte dazu: "Wir halten das für absurd und infam. Wie kann man angesichts eines solchen Verbrechens, das die Republik schockiert, anfangen mit parteipolitischer Instrumentalisierung."

Am Mittwoch hatte ein schwerbewaffneter mutmaßlicher Rechtsextremist versucht, in eine Synagoge in Halle einzudringen und unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten. Sein Versuch scheiterte, woraufhin er vor der Synagoge und danach in einem nahe gelegenen Döner-Imbiss zwei Menschen erschoss und mindestens zwei weitere verletzte.

Am Tag nach dem Anschlag in Halle gibt es viele Fragen. Was über den mutmaßlichen Täter und seinen rechtsextremen Hintergrund bekannt ist.

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