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Neues Handelsabkommen - USA und Mexiko beenden Streit - folgt Kanada?

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Nach monatelangem Ringen haben sich die USA und Mexiko auf ein neues Handelsabkommen geeinigt. Es soll das bisherige NAFTA-Abkommen ablösen, an dem auch Kanada beteiligt ist.

NAFTA-Deal: US-Präsident Donald Trump telefoniert in seinem Büro mit seinem mexikanischen Amtskollegen Enrique Peña Nieto.
Ein Jahr nach dem Beginn der Verhandlungen über eine Neufassung des regionalen Freihandelsabkommens NAFTA haben die USA und Mexiko eine Einigung erzielt. Quelle: reuters

Die Nachbarn USA und Mexiko haben ihre Streitigkeiten zum nordamerikanischen Handelsabkommen NAFTA weitgehend beigelegt und wollen damit auch Kanada eine Brücke zum Wiedereintritt in die Gespräche bauen. "Dies ist etwas sehr Positives für die Vereinigten Staaten und für Mexiko", sagte Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump. Er wünsche sich, dass Kanada nun ebenfalls beitreten könne und die bilateralen Probleme mit den USA ausgeräumt werden könnten.

Die Bereitschaft dazu scheint auch auf kanadischer Seite vorhanden zu sein: Die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland ließ am Monatgabend mitteilen, sie wolle ihre aktuelle Europa-Reise abbrechen und sich auf den Weg zu Handelsgesprächen in die USA machen.

Rolle Kanadas noch ungewiss

Trump hatte zuvor erklärt, man habe nun zunächst mit Mexiko weitgehend Einigung erzielt. Jetzt sollten die Gespräche mit Kanada "sofort" beginnen. "Wir werden sehen, ob Kanada Teil davon werden kann", sagte Trump. Denkbar sei auch ein Extra-Abkommen mit Kanada. In jedem Fall soll das neue Abkommen nach seiner Darstellung nicht mehr den Namen NAFTA tragen. Dieser sei negativ besetzt. "Ich werde den bestehenden Deal beenden", sagte Trump.

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Vorläufig nannte er das Abkommen "US-mexikanisches Handelsabkommen". Viele Menschen hätten oft bis spät in die Nacht daran gearbeitet, sagte Trump. "Wir haben es viel einfacher gemacht und viel besser, für beide Länder." Wenn Kanada fair verhandeln wolle, sei das Nachbarland dazu eingeladen. "Das einfachste wäre, Zölle auf ihre Autos zu erheben", sagte Trump. "Aber wir wollen ihnen eine Chance geben."

Er hoffe, dass die Gespräche zwischen allen drei Ländern noch in dieser Woche abgeschlossen werden können, sagte Peña Nieto. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sagte, er hoffe, dass Freitag eine Einigung an den Kongress gesandt werden könne. Eine formelle Unterzeichnung könnte dann Ende November erfolgen.

Einigung beflügelt Peso

Die Einigung beflügelte den Peso - er legte zu allen wichtigen Währungen zu. Für einen US-Dollar mussten zuletzt 18,70 Peso bezahlt werden. Am Morgen waren es noch 18,87 Peso gewesen. Im Vergleich zum Morgen sank der Dollar zum Peso um rund ein Prozent. Zudem legten die Kurse mexikanischer Staatsanleihen zu.

Das nordamerikanische Handelsabkommen NAFTA ist eines der größten Freihandelsabkommen der Welt. Trump hatte es nach seinem Amtsantritt infrage gestellt und Neuverhandlungen durchgesetzt. Diese waren wiederholt ins Stocken geraten.

Die Gespräche für das trilaterale Abkommen hatten sich in den vergangenen Tagen zwischen Mexiko und den USA positiv entwickelt. Allerdings sitzt Kanada derzeit wegen erheblicher Spannungen mit den USA nicht mit am Tisch. Zuletzt hatten US-Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren das Verhältnis zu den beiden Nachbarn Mexiko und Kanada schwer belastet. Große Differenzen zwischen Kanada und den USA gibt es unter anderem beim Handel mit Flugzeugen, Autos und Agrarprodukten.

Das Freihandelsabkommen NAFTA

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