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Michael Schulte - "The Voice"-Star singt für Deutschland

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Michael Schulte fährt nach Lissabon. Der junge Sänger aus der Castingshow "The Voice of Germany" gewinnt den deutschen ESC-Vorentscheid - überraschend deutlich und verdient.

Michael Schulte beim ESC-Vorentscheid am 22.02.2018 in Berlin
Michael Schulte beim ESC-Vorentscheid am 22.02.2018 in Berlin
Quelle: dpa

Eine kleine Überraschung ist es dann doch: Michael Schulte vertritt Deutschland beim diesjährigen Eurovision Song Contest. Mit seiner Popballade „You let me walk alone“ landet der sensible junge Sänger am Ende überraschend deutlich auf Platz 1. Den Siegertitel hat Schulte für seinen verstorbenen Vater geschrieben. Während seines Auftritts erscheinen auf einer Videowand hinter ihm Bilder, die ihn unter anderem als Kind mit seinem Vater zeigen – ein emotionaler Moment, der viele Zuschauer bewegt. 

Bekannt ist Schulte bereits aus der Castingshow „The Voice of Germany“. Außerdem wurden seine Musikvideos auf YouTube 50 Millionen Mal angeklickt. Und in der ZDFneo-Serie "Neomaniacs" spielt er einen Sänger, der sich nur durch Gesang mitteilen kann. Der Auftritt beim Eurovision Song Contest in Lissabon dürfte aber der bisher größte Erfolg für den jungen Sänger sein. Gut möglich, dass er dort eine gute Platzierung erreicht. Denn sein Song ist eingängig und gefühlvoll. Und in den Wetten liegt er bisher im oberen Mittelfeld.

Deutsche ESC-Bilanz zuletzt verheerend

Ein gutes Abschneiden wäre auch mal wieder bitter nötig. In den vergangenen Jahren hatte Deutschland miserable Ergebnisse beim Eurovision Song Contest eingefahren: Vorletzter Platz für Levina 2017. Letzter Platz für Jamie-Lee 2016. Letzter Platz und null Punkte für Ann Sophie 2015. So gesehen kann es in diesem Jahr nur besser werden. Und als eines der großen Länder ist Deutschland automatisch für das Finale am 12. Mai gesetzt. Die meisten anderen Länder müssen sich erst in Halbfinals am 8. und 10. Mai qualifizieren.

Um in diesem Jahr eine bessere Platzierung zu erreichen, hatte der zuständige Sender NDR den deutschen Vorentscheid massiv verändert. So durften nicht nur die Fernsehzuschauer über den Sieger entscheiden. Auch eine Fachjury und ein Fan-Gremium durften abstimmen. Am Ende zählten ihre Stimmen zu jeweils einem Drittel. Michael Schulte gewinnt alle drei Abstimmungen. Überraschend ist auch das Abschneiden der beiden Siegerinnen von „The Voice of Germany“, die sich ebenfalls um die ESC-Teilnahme beworben hatten.

Schlager-Boyband "Voxxclub" geht leer aus

Yvi Quainoo, Siegerin 2012, wird mit ihrem Song „House on fire“ lediglich Vierte. Und Natia Todua landet auf dem letzten Platz. Ihre beeindruckende und markante Stimme konnte sich beim deutschen Vorentscheid nicht vollständig entfalten. Auch ihr Song „My Own Way“ war vielleicht nicht die stärkste Wahl. Für den sehr guten Auftritt von Sänger Ryk blieb am Ende "nur" Platz 3. Und das, obwohl Ryk eine bewegende Stimme hat und seine Ballade „You and I“ komplex und beeindruckend ist.

Auch der fünfte Platz für die Schlager-Boyband „Voxxclub“ ist überraschend. Die fünf Sänger, die mit dem Uptempo-Song „I mog di so“ angetreten waren, galten im Vorfeld als Mit-Favoriten – denn ihr Song mit Jodel-Einlagen und Volksmusik-Elementen ist eindeutig polarisierend. Und das ist beim ESC eher ein Erfolgsgarant. Voxxclub dürften sich dennoch trösten: Zwar wird ihr Song nicht in Lissabon auf der ESC-Bühne zu hören sein. Dafür aber sicherlich spätestens ab morgen auf jeder Après Ski-Party auf unzähligen bayerischen Skihütten.

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