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Memoiren der Ex-First-Lady - Michelle Obama spricht über frühere Fehlgeburt

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In Kürze erscheint die Biografie von Michelle Obama. In ihren Memoiren rechnet die ehemalige First Lady mit Donald Trump ab. Sie gibt aber auch sehr Persönliches preis.

Archiv: Michelle Obama am 11.10.2018 in New York
Michelle Obama spricht in einem Interview über ihre Fehlgeburt vor mehr als 20 Jahren.
Quelle: picture alliance/ZUMA Press

"Verloren und allein" habe sie sich gefühlt: Die ehemalige First Lady Michelle Obama hat in einem Fernsehinterview zum ersten Mal über eine Fehlgeburt vor mehr als 20 Jahren gesprochen. In der ABC-Sendung "Good Morning America" erzählt Obama, sie habe sich für eine Versagerin gehalten - damals habe sie nicht gewusst, wie verbreitet Fehlgeburten sind.

Über Fehlgeburten werde nicht gesprochen, bedauerte sie in dem Interview, das am Freitag ausgestrahlt wurde. "Wir sitzen da mit unserem Schmerz und glauben, dass wir irgendwie nicht funktionieren", erklärte sie. Mit Hilfe von In-vitro-Fertilisation - Befruchtung im Reagenzglas - hätten ihr Mann, der frühere US-Präsident Barack Obama, und sie ihre Kinder bekommen. Das Paar hat zwei Töchter: Sasha ist 17 Jahre alt, Malia 20.

Michelle Obama rechnet mit Trump ab

Die frühere First Lady veröffentlicht am kommenden Dienstag ihre Memoiren mit dem Titel "Becoming", in denen sie von ihrer Kindheit in Chicago bis hin zu ihrem Leben im Weißen Haus erzählt. In dem Buch geht sie mit US-Präsident Donald Trump scharf ins Gericht.

Michelle Obama verurteilt darin die ständig von Trump wiederholte Legende, ihr Mann sei nicht in den USA geboren, seine Präsidentschaft daher nicht legitim. Diese Kampagne sei scheinheilig und gefährlich gewesen. Trump habe versucht, Verrückte gegen Barack Obama aufzubringen. Als sie erfahren habe, dass Trump Nachfolger ihres Mannes im Präsidentenamt werde, habe sie nur noch versucht, nicht mehr daran zu denken.

Besonders verblüfft habe sie, wie viele Frauen 2016 für Trump gestimmt hätten, schreibt Obama. Sie hätten einen Frauenfeind einer qualifizierten Kandidatin, Hillary Clinton, vorgezogen. Besonders wütend sei sie gewesen, als sie die Tonbandaufnahme gehört habe, auf der Trump mit sexuellen Übergriffen auf Frauen prahlte. In einer Fernsehdebatte sei Trump sehr dicht an Clinton herangerückt und habe mit seiner Körpersprache deutlich gemacht: "Ich kann dich verletzen und damit davonkommen."

Lese-Tour durch die USA

Der Nachrichtenagentur AP lag ein Vorab-Exemplar des Buches vor, das Michelle Obama in den kommenden Wochen auf einer Tour durch die USA vorstellt. Erste Station ist am Dienstag kein Buchladen, sondern das United Center in Chicago, wo mehrere Zehntausend Menschen erwartet werden. Moderiert wird die Veranstaltung von der Starmoderatorin Oprah Winfrey. Auch andere geplante Auftritte von Michelle Obama in New York und Los Angeles vermitteln in ihrer Dimension eher den Eindruck eines Rockkonzerts. Unter den Gästen sind die Schauspielerinnen Reese Witherspoon und Sarah Jessica Parker, die Tickets kosten zwischen 30 Dollar und mehreren Tausend Dollar. Zehn Prozent der Einnahmen fließen an örtliche Hilfsorganisationen, Schulen und Gemeindezentren.

Als erste schwarze First Lady im Weißen Haus sei ihr sehr bewusst gewesen, dass sie sich die Würde erst verdienen müsse, die ihren Vorgängerinnen ganz automatisch zugeschrieben worden sei, schreibt Obama. Selbstvertrauen habe sie gefunden, indem sie sich immer wieder gesagt habe: "Bin ich gut genug? Ja, bin ich."

"Becoming" ist Teil eines gemeinsames Buchvertrags mit Barack Obama, der Schätzungen zufolge eine zweistellige Millionensumme wert ist. Die Memoiren des ehemaligen Präsidenten werden im kommenden Jahr erwartet.

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