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Nach Machtwechsel im Sudan - Militärrat geht auf Protestbewegung zu

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Nach dem Sturz des Staatschefs al-Baschir hat der Militärrat im Sudan nach eigenen Angaben eine erste Einigung mit der Opposition erzielt. Drei seiner Mitglieder treten zurück.

Proteste in Khartoum, Sudan
Nach Protesten in Khartoum: Im Sudan hat sich die Armee auf die Opposition zubewegt. (Archivbild vom 24. April)
Quelle: reuters

Im Sudan hat der regierende Militärrat nach eigenen Angaben eine weitgehende Einigung mit der Protestbewegung erzielt und zugleich den Rücktritt drei seiner Mitglieder bekanntgegeben. "Wir haben eine Einigung über die meisten Forderungen" der oppositionellen Allianz für Freiheit und Wandel, sagte Militärratssprecher Schamseddine Kabbaschi am Mittwoch nach einem Treffen mit Vertretern der Protestbewegung. Er ging aber nicht konkret auf die zentrale Forderung nach einer sofortigen Machtübergabe an eine Zivilregierung ein.

Es habe "keinen großen Streit" gegeben, sagte Kabbaschi vor Journalisten. Einer der Vertreter der Protestbewegung, Ahmed al-Rabia, sagte, unter anderem hätten sich beide Seiten auf die Gründung eines gemeinsamen Komitees geeinigt. Nähere Angaben dazu machte er nicht.

Militärrat regiert seit Sturz von al-Baschir

In einer separaten Erklärung gab der Militärrat zudem den Rücktritt von drei seiner zehn Mitglieder bekannt. Demnach scheiden Generalleutnant Omar Sain al-Abdin, Generalleutnant Dschalaluddin Al-Scheich und Generalleutnant Al-Tajieb Babikir aus dem Gremium aus.

Der Militärrat regiert den Sudan übergangsweise seit dem Sturz des jahrzehntelang autoritär herrschenden Staatschefs Omar al-Baschir am 11. April. Die Protestbewegung fordert eine sofortige Übergabe der Macht an eine Zivilregierung. Am Wochenende waren Gespräche zwischen beiden Seiten vorerst ergebnislos abgebrochen worden.

Vor der Bekanntgabe einer weitgehenden Einigung hatte die Opposition für Donnerstag einen riesigen Protestmarsch angekündigt, um den Druck auf den Militärrat zur Machtübergabe zu erhöhen.

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