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Serie von Angriffen - Viele Tote bei Anschlägen in Pakistan

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Kurz vor dem Ende des Fastenmonats Ramadan wird Pakistan von einer Anschlagsserie erschüttert: An verschiedenen Orten schlugen die Terroristen zu und töteten insgesamt mindestens 50 Menschen. Hunderte wurden verletzt.

Qandeel Baloch war ein Internet-Star, sie galt als "Kim Kardashian Pakistans". Sie provozierte, da sie sich freizügiger zeigte, als es die gesellschaftlichen Normen im Land erlauben. Ihr Bruder erwürgte sie - "aus Ehre", wie er sagt.

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In Parachinar im Nordwesten Pakistans detonierte eine Bombe auf einem gut besuchten Markt, auf dem viele Menschen ihre Einkäufe für das bevorstehende Fest des Fastenbrechens tätigten. Nach Angaben eines Behördenvertreters, Basir Khan Wazir, wurden 37 Menschen getötet und mehr als 150 weitere verletzt.

Immer wieder gewaltsame Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten

Parachinar an der Grenze zu Afghanistan ist die Hauptstadt des halb-autonomen Stammesgebietes Kurram, in dem es immer wieder gewaltsame Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten gibt. Der Doppelanschlag ereignete sich in einem mehrheitlich von Schiiten bewohnten Gebiet. Laut der Nachrichtenagentur AP übernahm die Verantwortung für die Tat die sunnitische Gruppe Lashkar-e-Jhangvi.

Pakistans Premierminister Nawaz Sharif verurteilte die Bluttat scharf. Kein Muslim könne sich jemals vorstellen, eine solch "abscheuliche" Tat zu begehen, erklärte der Regierungschef.

Kurz zuvor waren bei einer Bombenexplosion in Quetta nach Krankenhausangaben 13 Menschen getötet und rund 20 weitere verletzt worden. Die Detonation ereignete sich vor dem Büro des örtlichen Polizeichefs und galt offenbar einem Polizeifahrzeug. Zu dem Anschlag bekannten sich sowohl die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sowie die Gruppe Jammar-ul-Ahrar, ein Ableger der pakistanischen Taliban.

Angriff auf Polizisten in Karachi

Quetta ist die Hauptstadt der Unruheprovinz Baluchistan, eine Hochburg islamistischer Aufständischer. In der rohstoffreichen Region kämpft die pakistanische Regierung seit 2004 gegen islamistische und nationalistische Aufständische. Die Bewohner der im Südwesten des Landes gelegenen Provinz fühlen sich bei der Verteilung der Einnahmen aus den Gas- und Erzvorkommen benachteiligt. Hunderte Regierungssoldaten und Aufständische starben.

Ein weiterer Angriff auf Polizisten wurde aus der südpakistanischen Hafenstadt Karachi gemeldet. Bewaffneten töteten dort vier Polizisten und flohen dann, sagte ein Polizeisprecher.

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