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Treffen in Madrid - Jetzt geht's um politische Klima-Bekenntnisse

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Mit welchen Maßnahmen will die Weltgemeinschaft den Klimawandel bekämpfen? Ein Ministertreffen in Madrid soll Anworten geben. Die Erwartungen sind hoch - doch die Politik bremst.

Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion bei Protest in Madrid
Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion bei Protesten in Madrid.
Quelle: dpa

Nachdem bisher die Fachleute unter sich waren, beginnen beim Klimagipfel in Madrid die politischen Verhandlungen auf Ministerebene. Auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) wird teilnehmen und eine dreiminütige Stellungnahme für Deutschland im Plenum in Madrid abgeben.

"Ich begrüße es, dass Ursula von der Leyen mit dem New Green Deal die gesamte europäische Politik unter den Leitgedanken des Klimaschutzes stellt", sagte sie im Vorfeld den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Alle Staaten müssten sich mehr anstrengen. "Vor dem Hintergrund ist es umso wichtiger, dass die EU vorangeht und zeigt, wie es gehen kann."

"Man möchte robuste Regeln für den Klimaschutz aufstellen", berichtet ZDF-Korrespondent Mark Hugo aus Madrid. Die Teilnehmer wollen vor allem den Ländern helfen, die von den Folgen des Klimawandels betroffen sind.

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Klimaregeln? Ja, aber "nicht um jeden Preis"

Am Montag hatte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth für die deutsche Delegation noch gesagt, man wolle zwar auf dieser Konferenz Regeln beschließen, aber "nicht um jeden Preis". Aus Sicht von Greenpeace muss die zweiwöchige Konferenz an diesem Wochenende mit einer gemeinsamen Ankündigung aller Staaten enden, mehr Tempo im Kampf gegen den Klimawandel zu machen.

Die Länder müssen sich in der Abschlusserklärung zur Konferenz verpflichten, im nächsten Jahr ehrgeizigere nationale Klimaschutzpläne vorzulegen
Martin Kaiser, Greenpeace

"Die Länder müssen sich in der Abschlusserklärung zur Konferenz verpflichten, im nächsten Jahr ehrgeizigere nationale Klimaschutzpläne vorzulegen", sagte Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser. Auch auf die Aussagen der Klimawissenschaft zur Reduktion von Treibhausgasen, die zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad notwendig ist, müsse die Erklärung von Madrid sich beziehen.

Nach dem Pariser Klimaabkommen ist 2020 das Jahr, in dem die knapp 200 Mitgliedsstaaten ehrgeizigere Pläne vorlegen sollen. Umweltverbände argumentieren, dass dieser Prozess schon in diesem Jahr in Schwung kommen muss, damit möglichst viele Länder mitziehen. "Hier in Madrid könnte genau das Gegenteil passieren, das wäre eine verheerende Botschaft", mahnte Kaiser.

Deutschland bislang auf Rang 27 im Klimaschutz-Index

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg will mit Wissenschaftlern zusammenkommen, um über Schlussfolgerungen aus der Klimaforschung für die Politik zu sprechen. Am Mittwoch soll sie eine Rede halten.

Zudem veröffentlicht die Entwicklungsorganisation Germanwatch an diesem Dienstag den neuen Klimaschutz-Index, der die Bemühungen der Staaten im Kampf gegen die Erderwärmung bewertet. Im Vorjahr war Deutschland abgerutscht und landete auf Platz 27 noch hinter Staaten wie der Slowakei, Rumänien oder Indien.

Michael Bloomberg stellt US-Kampagne für Klimaschutz vor

Für Medienrummel dürfte am Dienstag auch der Auftritt des demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Michael Bloomberg sorgen. Er will die Ergebnisse seiner privaten Kampagne vorstellen, mit der er Tausende Städte und Unternehmen in den USA ermuntert hat, sich an das Pariser Klimaabkommen zu halten, aus dem Präsident Donald Trump aussteigen will.

Er gelobte am Montag, als erste offizielle Handlung als Präsident wieder dem Pariser Klimaabkommen beizutreten. "Ich werde zum Klimagipfel in Madrid gehen, weil Präsident Trump dies nicht tun wird", sagte er, und dass er plane, "Umwelt-Führungspersonen aus der ganzen Welt wegen der nächsten Schritte zur Bekämpfung der Klimakrise zu treffen".

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