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Dritter Herbststurm des Jahres - "Herwart" wird ungemütlich

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Spaziergänger sollten den Wald meiden und Bahnreisende müssen wieder mit Zugausfällen rechnen: Mit "Herwart" zieht bereits der dritte Herbststurm des Jahres über Deutschland.

Deutschland rüstet sich für das nächste Sturmtief. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Orkanböen mit bis zu 120 km/h. ZDF-Meteorologin Katja Horneffer berichtet über den voraussichtlichen Verlauf des Sturms.

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Sturmtief "Herwart". Damit zieht ab der zweiten Nachthälfte zu Sonntag bereits der dritte Herbststurm des Jahres über Deutschland. Seine volle Kraft dürfte er nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Deutschland im Laufe des Sonntagvormittags entfalten.

An der Nordsee und im höheren Bergland müsse sogar mit Orkanböen gerechnet werden, warnte der Wetterdienst. So werden Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern in der Stunde (km/h) erwartet. Im Westen und Südwesten hingegen ist die Sturmgefahr nach DWD-Angaben geringer. Ungemütlich kann es trotzdem werden: Landesweit wird mit schauerartigem und teilweise gewittrigem Regen gerechnet. Betroffen könnten laut ZDF-Wetterredaktion folgende Städte sein: Rostock, Hamburg, Bremen, Hannover, Magdeburg, aber auch Erfurt und Dresden.

Unwetterwarnung für Brandenburg - Sturmwarnung an Nord- und Ostsee

Auch in Berlin und Brandenburg müsse laut Deutschem Wetterdienst mit Unwettern gerechnet werden. "Besonders betroffen sind neben der Hauptstadt das südliche und westliche Brandenburg", sagte eine DWD-Sprecherin. Neben Regenschauern seien orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 100 und 120 Kilometern pro Stunde zu erwarten.

Zoo und Tierpark in Berlin bleiben wegen der Sturmwarnung am Sonntag geschlossen. Herabfallende Äste des Baumbestandes könnten eine Gefahr für Besucher sein, hieß es in einer Mitteilung. Die Tiere würden vorsorglich in Häusern und Stallungen untergebracht.

Infokarte: Sturm "Herwart"
Mit Sturm "Herwart" zieht bereits der dritte Herbststurm des Jahres über Deutschland. Quelle: ZDF

Bereits in der Nacht zum Sonntag soll der Sturm die Nordseeküste erreichen. Möglich seien hier Orkanböen aus Nordwest in ähnlicher Stärke. Auch für die deutsche Ostseeküste hat der Seewetterdienst Hamburg eine Sturmwarnung herausgegeben. Von Flensburg bis östlich von Rügen seien orkanartige Windgeschwindigkeiten über 100 Kilometer km/h, zum Teil sogar über 118 km/h möglich. Der Seewetterdienst Hamburg geht in dieser Region von Sturmböen der Stärke 11 aus.

Am Sonntag besser keine Spaziergänge im Wald unternehmen

Gefahren drohen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes etwa durch entwurzelte Bäume oder herabstürzende Dachziegel. "Wer nicht unbedingt raus muss, sollte zu Hause bleiben", warnt der Wetterdienst. Von Spaziergängen durch oder Frühsport in Parks und Wäldern sei abzuraten. Der Wetterdienst Meteomedia auf der Insel Hiddensee warnt auch davor, mit dem Paddelboot hinauszufahren.

Voraussichtlich fällt "Herwart" nicht ganz so stark aus wie "Xavier" Anfang Oktober. Das Fortschreiten des Herbstes könnte zudem dazu beitragen, dass er weniger zerstörerisch wirkt als sein Vorgänger: Die Bäume tragen weniger Laub als vor vier Wochen und bieten damit weniger Angriffsfläche.

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