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Mit Insektizid belastet - Verseuchte Eier: Warnung in zwölf Bundesländern

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Vor Eiern, die mit dem Insektizid Fipronil belastet sind, wird inzwischen in zwölf Bundesländern gewarnt. Verbraucherschützer raten dazu, den Stempel zu prüfen. Rückstände des Gifts waren zunächst in Eiern aus den Niederlanden entdeckt worden. Auch in mehreren niedersächsischen Betrieben wurde es benutzt.

Der Skandal um die mit einem Insektenvernichtungsmittel belasteten Eier aus den Niederlanden schwappt immer stärker nach Deutschland über. Zwölf Bundesländer sind bisher betroffen. Rund drei Millionen Eier wurden vom Handel zurück gerufen.

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Der Lebensmittelskandal um mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier breitet sich bundesweit aus: Die Anzahl der Bundesländer, die Verbraucher vor den Eiern warnen, erhöhte sich am Donnerstag auf zwölf. Das vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit betriebene Portal lebensmittelwarnung.de listet die Länder auf.

Gift auch in niedersächsischen Betrieben verwendet

Am Wochenende war bekannt geworden, dass mit Fipronil belastete Eier aus den Niederlanden nach Deutschland geliefert wurden. Auch das niedersächsische Agrarministerium teilte inzwischen mit, dass Fipronil in mindestens fünf deutschen Betrieben zum Einsatz kam.

Die Verbraucher sollten die Eier nicht konsumieren, sondern entsorgen oder ihrem Einzelhändler zurückgeben, erklärte die Bremer Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, Eva Quante-Brandt.

Verbraucherschützer: Stempel checken

Verbraucherschützer raten dazu, den Stempel von Eiern zu prüfen. "Eier aus Holland sind leicht an dem Aufdruck NL zu erkennen", sagte Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen. "Da aber auch Betriebe in Niedersachsen Desinfektionsmittel mit Fipronil verwendet haben, empfehlen wir vorsorglich Familien mit Kindern, vorerst auf niedersächsische Eier zu verzichten." Diese seien auf dem Stempelaufdruck an der Ziffer 03 zu erkennen, die direkt nach dem DE-Kennzeichen folgt.

Mit dem Insektizid Fipronil wird unter anderem gegen Flöhe, Läuse, Zecken, Schaben und Milben vorgegangen. Eine Anwendung an lebensmittelliefernden Tieren ist nicht zulässig. "Fipronil kann in hohen Konzentrationen toxisch auf das Nervensystem wirken", heißt es in der Mitteilung des Bundesinstituts für Risikobewertung.

Rasche Aufklärung gefordert

"Es muss jetzt schnellstens aufgeklärt werden, wer die Verantwortung für den Skandal trägt", erklärte Oelmann von der Verbraucherzentrale in Bremen. "Zudem stellt sich die Frage, inwieweit auch Geflügelfleisch mit Fipronil belastet ist."

Die Supermarktkette Rewe hatte am Mittwochabend mitgeteilt, ab sofort in allen Rewe- und Penny-Märkten keine Eier aus den Niederlanden mehr zu verkaufen. Bereits gekaufte Eier aus den Niederlanden können Kunden zurückgeben.

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