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Trauer um Jahrhundert-Spielerin - Mit nur 51 Jahren: Heidi Mohr ist tot

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Einen "ganz besonderen Menschen" nannte eine Weggefährtin die deutsche Fußballerin Heidi Mohr. Mit 51 Jahren hat sie den Kampf gegen ihren schlimmsten Gegner verloren: den Krebs.

Heidi Mohr 1996 in einem Spiel des DFB-Teams bei den Olympischen Spielen von Atlanta (USA).
Heidi Mohr 1996 in einem Spiel des DFB-Teams bei den Olympischen Spielen von Atlanta (USA).
Quelle: dpa

Der deutsche Fußball trauert um seine Jahrhundert-Spielerin Heidi Mohr. Die dreimalige Europameisterin verstarb am Donnerstag im Alter von nur 51 Jahren nach schwerer Krankheit. Das bestätigte der DFB. "Ich bin tief betroffen und sehr traurig. Heidi hat große Verdienste am Erfolg des Frauenfußballs", sagte DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg.

Mohr galt als Vorreiterin des Frauenfußballs und erzielte in 104 Länderspielen 83 Tore. Bis 2005 war sie Rekordtorschützin der DFB-Auswahl. 1999 wurde Mohr zu Europas Fußballerin des Jahrhunderts gewählt.

"Eine geniale Stürmerin"

"Heidi hatte eine unglaubliche Torquote und in fast jedem Spiel getroffen, war kreativ, explosiv, eine geniale Stürmerin", sagte Tina Theune, die Mohr als Assistentin von Bundestrainer Gero Bisanz jahrelang begleitet hatte.

1989, 1991 und 1995 wurde Heidi Mohr mit der deutschen Nationalmannschaft Europameisterin, 1995 Vize-Weltmeisterin. In fünf aufeinanderfolgenden Spielzeiten (1991 bis 1995) war sie außerdem Torschützenkönigin der Bundesliga. Nach der deutschen Meisterschaft mit TuS Niederkirchen im Jahr 1993 holte sie später in ihrer Karriere im Jahr 2000 mit dem 1. FFC Frankfurt auch den DFB-Pokal.

Das Rampenlicht gescheut

Erst Anfang des Jahres war ihre Krebserkrankung einem kleinen Kreis bekannt geworden. Die frühere Stürmerin wohnte bis zuletzt in der Weststadt ihres Geburtsortes. Nach ihrer Karriere arbeitete sie als Lageristin.

Mohr wollte auch zu ihrer aktiven Zeit nicht im Rampenlicht stehen. "Sie hat die Öffentlichkeit nie gemocht", sagte einmal ihr früher Trainer Bisanz, der 2014 verstorben ist. Sie selbst hasste es vor allem, wenn man zu ihrer aktiven Zeit den Männerfußball als Maßstab nahm: "Man kann den Männerfußball nicht mit dem Frauenfußball vergleichen."

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