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Parlamentswahl in Indien - Modi-Partei erklärt sich zum Sieger

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Um die 900 Millionen Wähler waren aufgerufen, ein neues Parlament in Neu-Delhi zu bestimmen. Nun gibt es die ersten Ergebnisse der Wahl in der größten Demokratie der Welt.

Mitglieder der Bharatiya Janata Partei feiern Wahlsieg in Mumbai, Indien
Mitglieder der Bharatiya Janata Partei feiern in Mumbai, Indien.
Quelle: AP

Indiens Regierungspartei BJP von Premierminister Narendra Modi hat ihren Sieg bei der Parlamentswahl erklärt. Parteichef Amit Shah dankte Indien und gratulierte Modi am Donnerstag auf Twitter zu einem "historischen Sieg".

Nach ersten Zahlen der Wahlkommission lag die hindu-nationalistische Partei in rund 300 Wahlkreisen in Führung. Sie käme damit auf eine deutliche Mehrheit der 545 Sitze im Parlament. Damit würde Staatspräsident Ram Nath Kovind Regierungschef Modi aller Voraussicht nach für eine zweite fünfjährige Amtszeit ernennen.
"Dieser Ausgang - wenn er sich bewahrheitet - ist eine Überraschung. Und in seiner Dimension vermutlich sogar für den Wahlgewinner Modi selbst" berichtet ZDF-Korrespondent Normen Odenthal.

Die Stimmenauszählung läuft noch

Das Ergebnis stand jedoch am frühen Nachmittag (Ortszeit) bislang nicht offiziell fest - die Stimmenauszählung lief noch. In der bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt war in sieben Phasen über knapp sechs Wochen vom 11. April bis 19. Mai gewählt worden. Rund 900 Millionen Menschen waren wahlberechtigt - mehr als die Bevölkerung der Europäischen Union und der USA zusammen. Auch einige Regierungschefs aus der Region gratulierten Modi auf Twitter, darunter Sri Lankas Präsident Maithripala Sirisena und der afghanische Präsident Ashraf Ghani. Modi selbst twitterte: "Indien gewinnt erneut!"

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Erfolg in konservativ-hinduistischen Bundesstaaten

Der sich abzeichnende Stimmenzuwachs für die BJP gegenüber den Wahlen 2014 ist Berichten zufolge vor allem ihrem sehr guten Abschneiden im bevölkerungsreichen Hindukernland im Norden Indiens, aber auch in Westbengalen zu verdanken. So war die von der BJP geführte NDA mit einem Stimmenanteil von weit mehr als 50 Prozent in jenen konservativ-hinduistischen Bundesstaaten im Norden Indiens erfolgreich, in denen sie sich noch Ende 2018 bei Wahlen zu den jeweiligen Parlamenten der Kongresspartei geschlagen geben musste.

Menschen warten vor einem Wahllokal in Indien, aufgenommen am 14.04.2019 in Ghaziabad, Indien
Wahllokal in Ghaziabad, Indien.
Quelle: AP

Laut ZDF-Korrespondent Normen Odenthal hatte es lange so ausgesehen, dass Modi um seine Mehrheit würde bangen müssen, die Nervosität war groß. Doch: "Es zeigt sich: auch wenn es an vielen Stellen Unzufriedenheit mit den Ergebnissen der Regierungspolitik gibt, die meisten Wähler trauen immer noch am ehesten Modi zu, dass er die Probleme löst. Sein Image als "starker Mann" verfängt." 

Muslime und Christen sahen einer Wiederwahl der BJP und Modis mit Sorge entgegen. Viele Hindunationalisten streben einen hinduistischen Gottesstaat an, in dem Minderheitsreligionen keinen Platz haben. Seit der Machtübernahme der BJP im Mai 2014 hat die Gewalt von Hinduextremisten gegen religiöse Minderheiten deutlich zugenommen.

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