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Mögliche Koalition in Österreich - FPÖ stellt Bedingung an ÖVP

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In der gescheiterten Regierung unter Kanzler Kurz führte Herbert Kickl bereits das Innenministerium in Österreich. Nun kann er sich dies wieder vorstellen.

Herbert Kickl (FPÖ), ehemaliger Innenminister von Österreich.
Herbert Kickl (FPÖ), ehemaliger Innenminister von Österreich.
Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Der FPÖ-Politiker Herbert Kickl hat gut zwei Monate vor der Nationalratswahl in Österreich betont, dass ein FPÖ-Innenminister eine Bedingung für eine Neuauflage der Koalition mit der ÖVP ist.

"Das wird eine Position sein, mit der wir in Verhandlungen hineingehen", sagte der Ex-Innenminister am Donnerstagabend dem Fernsehsender "oe24". Er selbst wolle wieder Innenminister werden. "Ja natürlich will ich das, warum sollte ich das nicht wollen?", so Kickl weiter.

Kurz will Kickl nicht im Kabinett

Ex-Kanzler und ÖVP-Chef Sebastian Kurz hatte am Dienstag ausgeschlossen, dass ein FPÖ-Politiker in einer Neuauflage der ÖVP-FPÖ-Koalition das Innenressort übernehmen werde. Kickl werde zudem keinesfalls ins Kabinett einziehen. "Sollte ich wieder eine Regierung anführen, hätte er keinen Platz", sagte Kurz.

Kickl wurde als Innenminister entlassen, weil Kurz kein Vertrauen hatte, dass der FPÖ-Politiker unabhängig gegen hochrangige Parteikollegen ermittelt hätte. Kickl galt generell als der am meisten umstrittene Minister der Regierung.

Neuwahl nach Strache-Affäre

Österreich wählt am 29. September ein neues Parlament, nachdem die von Kurz geführte Koalition aus konservativer ÖVP und rechter FPÖ infolge der Veröffentlichung des «Ibiza-Videos» zerbrochen war. Darin ist zu sehen, wie sich der damalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auf der Baleareninsel mit einer vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte über möglicherweise illegale Parteispenden und Formen der politischen Einflussnahme unterhält.

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